William Boyle hat die Handlung in die frühen 1990ziger Jahre in Brooklyn gelegt.
Wie bei dem legendären David Goodis sind auch Boyles Figuren Verlorene, im Bereich zwischen Sehnsucht und Hoffnungslosigkeit.
Eine Melancholie begleitet die Figuren.
Donnie Parascandolo ist ein korrupter Polizist, der für die Mafia auch bereit ist,sehr weit zu gehen.
Weitere Figuren sind Ava und ihr Sohn Nick sowie Mikey und seine Mutter Rosemarie. Hinzu kommt noch Antonia, die mal mit Mikey befreundet war.
Mit ihnen bildet Boyle ein Stück der Gesellschaft ab. Zwischen diesen Leuten spielt sich die Handlung ab. Es gibt einen Vorfall, der sie miteinander verbindet, ohne dass sie das ahnen.
Interessant ist Figurenkonstellation, die der Autor geschaffen und wie die Figuren miteinander interagieren.
William Boyle leitet davon Stimmungen ab, wie sie für Ort und Zeit wahrscheinlich prägend waren.
William Boyle ist ein kluger und geschickter Autor, der es versteht, Handlungsfäden miteinander zu verknüpfen.
Wie das von William Boyle in kürze erscheinende Noir-Meisterwerk Shoot the Moonlight out ist auch Brachland ein bemerkenswerter Roman.