"Umfassendes Porträt des Musikers, der für seine außergewöhnlichen Deutungen bewundert wurde und wegen seiner Skandale berüchtigt war. (. . .) Das Buch lässt dank einer klaren Gliederung die Karriere des eigenwilligen und genialischen Musikers gut nachvollziehen. Dabei zeigt sich, wie eng die einzelnen Stationen des Musikers mit seiner persönlichen Biografie verknüpft sind. Aber ebenso, dass es ihn bei all seinen meist kritisch beäugten Ausbrüchen stets zu seinem klassischen Beginn zurückführte, bis zu seiner finalen Auseinandersetzung mit Mozart."
Walter Dobner, Die Presse, 5. 3. 2026
"Albrecht hat nicht nur ein glückliches Händchen bei der Auswahl auch der Zitate von Bewunderern wie Joachim Kaiser und Barbara Dennerlein bewiesen. Er hat all den Verlockungen widerstanden, Guldas Enfant-terrible-Züge besonders herauszustellen. (. . .) Wer bisher noch kein Gulda-Fan war, der wird dank Rüdiger Albrechts Porträt endlich Blut lecken."
RONDO, 7. 3. 2026
"Über Friedrich Gulda zu schreiben, muss Spaß machen. Gulda war abwechslungsreich, ohne sich dabei auf Teufel komm raus neu erfinden zu müssen. Er hat einfach die verschiedenen Seiten in sich zum Vorschein kommen lassen. (. . .) Penibel hat Autor Rüdiger Albrecht recherchiert, in Archiven und im familiären Umfeld von Gulda. Dadurch hat er eine beeindruckende Menge an präzisen Daten und Namen zusammengetragen. An denen hangelt er sich durch die verschiedenen Lebensstationen des Pianisten. Man begleitet Gulda also von der Wiege bis zur Bahre. (. . .) Auch die sensible Seite des Pianisten bekommt viel Raum, vor allem sein Verdruss über die vertrocknete Atmosphäre im klassischen Konzertbetrieb. Gulda wirkte ihr auf seine Art entgegen, mit Sabbaticals, mit Jazzkonzerten. (. . .) Gulda machte eben, was er wollte, und dachte, was er wollte. Es war ihm Wurscht, dass er für das Gefühl der inneren Freiheit nicht den leichtesten Weg einschlagen konnte. Diesem Spannungsverhältnis widmet sich die Gulda-Biografie ausführlich. (. . .) Vielleicht färbt ja sogar ein bisschen Lust am Unangepassten auf den Leser ab."
Sylvia Schreiber, BR Klassik, 13. 3. 2026