Das Atelier in Rom ist der vierte Band der Italien Liebesroman Reihe und beinhaltet 308 Seiten. Das Cover passt meiner Meinung nach ganz gut zu dieser Geschichte. Der Klappentext hat mich auf das Lesen neugierig gemacht. Die Bände kann man unabhängig voneinander lesen, denn die Geschichten sind jeweils in sich abgeschlossen.
Marlas Leben liegt gerade in Scherben. Eine Beziehung ist zu Ende gegangen. Sie ist Künstlerin und erlebt momentan eine Blockade, was ihre Kreativität angeht. Sie weiß nicht, was sie machen soll. Nach ihrer letzten Ausstellung versucht sie immer wieder etwas anzufangen, leider ohne Erfolg. Nun wird ihr empfohlen, etwas Abstand vom Alltag zu gewinnen, um neue Kraft zu schöpfen. Marla nimmt dieses Angebot an. Sie vereist nach Rom, wo sie vor 15 Jahren mit ihren Freundinnen ein Sommer verbrachte und ihre erste große Liebe, Maurizio, kennenlernte. In den engen Gassen des Künstlerviertels in Rom trifft Marla völlig unerwartet den Mann von damals wieder. Wer hätte es gedacht. Maurizio ist auch Künstler mit ganzem Herzen, hat gerade eine kreative Phase, steht kurz davor, eine eigene Ausstellung zu präsentieren. Es wird gerade an den Feinheiten gearbeitet. Marla zweifelt, soll sie sich wieder mit Maurizio treffen? So viel Zeit ist vergangen. Doch die Wege der beiden kreuzen sich immer wieder. Der Amor hat zugeschlagen, die alten Gefühle werden wieder lebendig. Ist das so gewollt von den beiden? Wird es ein Happy End geben oder trennen sich deren Wege? Hat ihre Liebe eine zweite Chance verdient?
Die Geschichte ist aus der Sicht, der beiden Hauptcharakteren geschrieben und die Kapitel sind nicht zu lang, dadurch ist die Geschichte angenehm zu lesen. Der Schreibstil ist leicht, locker und flüssig. Vieles ist sehr bildhaft dargestellt, man hat sofort ein Bild vor dem inneren Auge. Die Emotionen in der Geschichte sind mitreißend, man fiebert mit den beiden mit und ihre Höhe und Tiefen sind ansprechend erzählt. Neben den beiden gibt es noch einige Nebencharaktere, die regelmäßig bei Maurizio in die Senioren Malstunde kommen und ein wenig Pepp in die Geschichte bringen. Die Themen, die sehr intensiv angesprochen werden sind Neuanfang, Familie, Freundschaft und Liebe. Aber nicht nur. Künstler und ihre Karierre , ihre Probleme, was die kreativen Phasen angeht, die Arbeit vor der Ausstellung, das Durchsetzungsvermögen. Die Geschichte ist sehr spannend und unterhaltsam geschrieben, die Themen werden auf eine interessante Art und Weise in die Handlung eingebunden. Es fehlt auch nicht an Momenten, in denen man ein wenig schmunzelt, aber auch an Momenten, in denen man innehält, um zu reflektieren.
Mir persönlich hat es gut gefallen, ich habe mich nach Rom versetzt gefühlt und mit den Charakteren mitgefiebert. Deshalb vergebe ich vier Sterne und eine Weiterempfehlung für einige sommerliche Gefühle.