Hach, es ist wie heimkommen! Obwohl ich bisher nur das erste Band kannte, war mir Madlfing und seine Bewohner sofort wieder vertraut. Was mir an Wissen fehlte, wurde entweder kurz erwähnt, oder war für diesen Fall nicht relevant. Trotzdem werde ich meine wiedererwachte Begeisterung nun nutzen und die fehlenden Bände rasch nachholen.
Der Witz und Charme dieser Reihe ist einfach unübertroffen. Genauso, wie die Präsenz der Handarbeit in der Handlung, der auch diesen Kriminalfall wieder zu etwas ganz Besonderem machte.
Im eigentlich beschaulichen (und fiktiven) Maldfing im Murnauer Umland regieren die Frauen. Doch seit Wallenstein dort lebt, geht es hoch her. Ein Todesfall folgt dem nächsten und auch nun wird wieder ein Mann tot aufgefunden- mit einer speziellen Häkelnadel im Leib und einem bestickten und durchstochenen Tuch bedeckt. Obwohl mir persönlich die Buchbeschreibung hierzu schon zu viel zu dem Umständen verriet, war der Fall dennoch höchst interessant und bis zu letzt rätselhaft. Mit eingearbeitet wurden auch zahlreiche Nebenhandlungen, die ein buntes und trotz des durchaus gewollten überdrehten Touches, ein reales und warmherziges, aber auch quirliges Bild erzeugten. Wallenstein agierte mit heuer teilweise zwar etwas zu fremdgesteuert, der Handlung aber war dies nicht abträglich. Meine heimlichen Favoriten: die toughe Ariadne (Gern hätte ich aber mehr über ihre Art der Recherche erfahren um die Auflösung des Falles etwas besser nachvollziehen zu können) und Camilla, mit ihrer Art ihrem Schicksal mit Yogamatte und unverwüstlicher positiven Energie zu begegnen.
Und zum Ende hin überraschte mich das Buch dann auch noch mit einem Krippenspiel, der etwas anderen Art- herrlich, sag ich euch!