Ein stilles, aber starkes Buch eines das Mut macht . . .
Das Buch Sinn im Leben finden versammelt zentrale Texte des Psychiaters und Begründers der Logotherapie Viktor E. Frankl, deren geistige Tiefe weit über Psychologie hinausreicht. Frankl schreibt aus der existenziellen Grenzerfahrung des 20. Jahrhunderts heraus geprägt von Leid, Verfolgung und dem Überleben der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Gerade darin liegt die bleibende Kraft dieses Buches. Frankls Grundüberzeugung lautet: Der Mensch ist nicht primär auf Lust oder Macht ausgerichtet, sondern auf Sinn. Selbst unter extremen Bedingungen bleibt ihm die Freiheit, Stellung zu beziehen zu sich selbst, zum Leid, zum Leben. (. . .) Sinn ist für Frankl nichts Beliebiges, sondern etwas, das dem Menschen aufgegeben ist eine Formulierung, die bewusst offen bleibt für eine transzendente Dimension.
Es ist ein stilles, aber starkes Buch eines, das Mut macht, dem Leben auch in dunklen Zeiten zu trauen. (theology. de, Januar 2026)