Friesenherzen und Winterzauber entführt in das winterliche St. Peter-Ording und bietet genau die Art von Geschichte, die sich anfühlt wie eine warme Tasse Tee an einem verschneiten Nachmittag oder einem regnerisch kühlem Sommertag. Im Mittelpunkt steht Ellen, eine Krimiautorin mit gebrochenem Herzen, die nicht nur Abstand vom Alltag sucht, sondern auch eine ganz neue Geschichte schreiben soll, ausgerechnet eine über die Liebe.
Mit viel Gefühl beschreibt Tanja Janz Ellens Ankommen an der Küste, die kleinen Zufälle, die sie ins Herz des Ortes führen, und die Begegnungen mit Figuren, die man eventuell schon aus früheren Bänden der Autorin kennt und schätzt. Und der der geheimnisvolle Briefkasten am Leuchtturm sorgt für feine magische Momente, die das Alltägliche liebevoll verzaubern. Die Verbindungen zu alten Bekannten und neuen Gesichtern wirken glaubwürdig, manchmal ein wenig klischeehaft, aber stets herzlich und tröstlich. Die Liebesgeschichte entwickelt sich recht zügig, doch die Atmosphäre, die nordische Gelassenheit und das Gefühl von Heimkommen überstrahlen kleinere Schwächen. Der Roman punktet vor allem mit seiner der bildhaften Sprache, der gemütlichen Stimmung und den vielen Details, die das Buch zu einer echten Wohlfühllektüre machen - vom Teeladen bis zur Wattwanderung.
Eine Geschichte, die Trost spendet, das Herz wärmt und mit seiner norddeutschen Winterkulisse verzaubert.