Friesenherzen und Winterzauber hat 304 Seiten. Ellen wohnt in Hamburg. Sie ist Autorin, eigentlich schreibt sie Krimis, jetzt soll sie laut ihrer Agentin einen Liebesroman verfassen. Parallel hat sie sich gerade getrennt und möchte vor ihrem Liebeskummer fliehen. Aber wie und wohin? Da ruft ihre Mutter an, Ellen soll sie in St. Peter-Ording besuchen und nebenbei ihren Lieblingspulli mitbringen, den sie für den Urlaub vergessen hat. Ellen soll am Meer bisschen entspannen. Da überlegt Ellen nicht zweimal. In St. Peter-Ording findet sie in einem Teeladen eine Bleibe, die ihr die Besitzerin anbietet, weil sie ein Zimmer frei hat. Ellen entdeckt auch einen geheimnisvollen Briefkasten neben dem alten Leuchtturm, dem sie ihre Gefühle in Form eines Briefes anvertraut. Am nächsten Tag erhält sie überraschenderweise eine Rückantwort. Es beginnt eine Korrespondenz, die zuerst unbekannt und geheimnisvoll ist. Wer schreibt ihr, wer steckt dahinter? Ellen findet es sehr spannend. Sie ist viel an der frischen Luft, sammelt Gedanken und Ideen für ihr neues Buch, trifft sich mit den Einheimischen, unternimmt mit ihnen und mit ihrer Mutter einiges. Ihr ist nicht langweilig. Das, was Ellen da erlebt, ist sehr spannend und überrascht zugleich. Aber auch sehr emotional.
Die Charaktere wirken authentisch und lebensecht. Besonders Ellen und Ayk, der Buchhändler, aber auch Tim, Merle,
Martina und Björn hat man schnell ins Herz geschlossen. Man fiebert mit ihnen durchgehend mit. Der Schreibstil ist leicht, locker, flüssig und sehr unterhaltsam. Der Ort St. Peter-Ording ist sehr detalliert beschrieben. Als Leser hat man sofort Kopfkino und fühlt sich, als wäre man mit vor Ort. Ellen erlebt da sehr intensive Tage, begegnet unterschiedlichen Leuten, knöpft neue Kontakte. Es ist eine Geschichte, die Trost spendet, und mit ihrer Winterkulisse den Leser verzaubert. Mit vielen Wendungen und Twists wurde ich immer wieder überrascht. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, vergebe 4 Sterne und eine Weiterempfehlung.