Starminster Stadt in den Wolken ist ein richtig schöner Fantasy-Auftakt, der vor allem durch seine Idee und die Welt überzeugt.
Im Mittelpunkt steht Astrid, die ihr ganzes Leben abgeschottet von der Außenwelt verbracht hat. Als sie plötzlich in eine geheime Stadt über den Wolken gebracht wird, ändert sich alles. Dort erfährt sie, wer sie wirklich ist, besucht zum ersten Mal eine Schule und entdeckt eine völlig neue Welt. Gleichzeitig steckt hinter dieser scheinbar magischen Umgebung ein dunkles Geheimnis.
Was besonders gut funktioniert, ist das Setting. Eine unsichtbare Stadt über London, Menschen mit Flügeln und eine Schule in den Wolken das hat sofort diesen magischen Harry Potter-Vibe, ohne wie eine Kopie zu wirken. Man hat richtig Lust, diese Welt weiter zu erkunden.
Astrid ist eine starke Hauptfigur, gerade weil sie nicht sofort mutig ist. Man merkt deutlich, wie sie sich entwickelt und langsam über sich hinauswächst. Das macht sie sehr greifbar.
Die Geschichte ist spannend aufgebaut, vor allem durch das Geheimnis rund um die verschwundenen Kinder. Gleichzeitig bleibt das Buch gut verständlich und ist perfekt für die Zielgruppe.
Ein kleiner Punkt: Manche Entwicklungen sind etwas vorhersehbar und die Welt hätte stellenweise noch mehr Tiefe vertragen können.
Insgesamt aber ein sehr gelungener Auftakt mit viel Magie, Abenteuer und einer starken Hauptfigur, der Lust auf die nächsten Bände macht.