Mit dem zweiten Band der Spinoff Reihe kehren wir wieder an die schottische Dunbridge Academy zurück. Das Cover ähnelt dem des Vorgängers, pastellrosa Hintergrund, blaue Schrift und dazu passende Ornamente, genauso wie der farblich passende Farbschnitt mit dem Wappen der Schule. Von Außen ein echtes Schmuckstück und ich habe mich riesig darauf gefreut, wieder ein wenig Academyluft zu schnuppern und nach Wherever erneut in die Welt der 'neuen Generation' eintauchen zu können.
In Whoever begleiten wir dieses Mal Cleo und Alexander, die das Traumpaar der Dunbridge Academy waren, doch nun steht Cleo mit zerbrochenem Herzen und Alexander da. Dieser hat die Schule verlassen, doch kehrt nun wieder zurück und steht plötzlich vor ihr. Sie möchte nichts mehr mit ihm zu tun haben, denn er hat sie in ihrem dunkelsten Moment allein gelassen, doch ihr Herz hat andere Pläne.
Die Geschichte der beiden war für mich ein Auf und Ab der Gefühle. Wir lernen beide Protagonisten sehr gut kennen, denn erzählt werden die Kapitel hauptsächlich sowohl aus Cleos als auch aus Alexanders Perspektive. So kann man hinter ihre Fassaden blicken und nicht nur ihre Gedanken und Gefühle erfahren, sondern so auch ihre Handlungen besser nachvollziehen. Auch die Nebencharaktere, speziell der Freundeskreis, spielen immer mal wieder eine Rolle und auch sie wirken lebendig und haben eine gewisse Tiefe, sodass jede Figur einzigartig ist.
Das Setting an der Dunbridge Academy ist wieder mal ein absoluter Traum, wobei ich finde, dass der Schulalltag hier eine weniger große Rolle spielt, als noch in anderen Bänden. Hier liegt der Fokus mehr auf dem Reiten und dem Stall und Reitplatz der Dunbridge Academy, was mal was anderes ist und mir gut gefallen hat, obwohl ich nicht so ein großes Pferdemädchen bin.
Die Geschichte selbst hat mir immer wieder den Atem geraubt. Das, was die Protagonisten in der Vergangenheit erlebt und mit welchen Konsequenzen sie nun leben müssen, ist keine leichte Kost und die Triggerwarnung am Ende des Buches sollte auf jeden Fall beachtet werden. Die Handlung ist dadurch sehr emotional, man leidet mit den Charakteren mit und möchte sie am liebsten in den Arm nehmen, um ihnen ein wenig Trost zu spenden. Nach und nach erfährt man immer mehr über das Erlebte der Protagonisten, sodass die Spannung stets aufrechterhalten wird, zunächst möchte man erfahren, wie es zu der Trennung der beiden gekommen ist und anschließend, ganz im Sinne der second chance trope, hofft man auf eine zweite Chance für ihre Beziehung.
Sarah Sprinz schafft es mit ihrem Schreibstil mich emotional komplett zu involvieren, sodass ich voll und ganz in die Geschichte abtauchen und mit den Figuren hautnah am Geschehen teilnehmen konnte. Man verschlingt die Seiten praktisch und durch die angenehme Länge der Kapitel kommt man gut vorwärts. Nach dem emotional damage kommt es gegen Ende zu einer Wendung, die dann im nächsten Buch (hoffentlich) thematisiert wird. Da freue ich mich schon sehr auf die Geshccithe von Oscar und Elsa und darauf, ein weiteres Mal an die Dunbridge Academy zurückzukehren.
Für diesen Teil der Reihe kann ich eine klare Empfehlung aussprechen, die Geschichte von Alex und Cleo hat mir sehr imponiert und mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle erleben lassen.