Ich habe wohl nicht den idealen Einstieg in diese Welt gewählt, da ich mit dem 2.Teil der Spin-off Reihe jetzt überhaupt das erste Buch der Autorin Sarah Spinz gelesen habe. Dadurch habe ich natürlich ein wenig länger gebraucht um in die Geschichte hineinzufinden und zusätzlich fehlte mir bei den Charakteren ein bisschen das Hintergrundwissen.
Aber sobald ich mich zurecht gefunden hatte und die Handlung etwas fortgeschritten war, konnte ich mich sehr gut auf den atmosphärischen, dennoch flüssig lesbaren Schreibstil einlassen.
Die Gefühle, die Zuneigung, Freude, aber auch der Schmerz, teilweise sogar richtige Verzweiflung von Alexander und Cleo waren intensiv fühlbar und es ist der Autorin außerordentlich gelungen die LeserInnen in ihren Gedankenwelten gefangen zu nehmen. Dadurch, dass man zusätzlich nicht sofort erfährt was denn eigentlich zum großen Zerwürfnis geführt hat, merkte ich oft gar nicht, dass ich Seite um Seite weiter abtauchte in den Handlungssträngen.
Der Zusammenhalt in der Freundesgruppe, ihr Gefüge und ihre Beziehung in der Academy und um die Protagonisten aus den wohl vorherigen Teilen, lassen sich aber von Anfang an gut spüren und machen für mich im Roman einen sehr wichtigen Aspekt aus.
Genauso die sensiblen Themen wie vorallem Drogenmissbrauch, das Loskommen von den Drogen und die Belastung, die nicht nur auf dem Konsumenten selbst liegt, sondern auf das gesamte Umfeld entsteht, war sehr eindrücklich und authentisch dargestellt. Einzig fand ich, man hätte das Setting als Universität wählen können, denn es ist ganz schön viel Drama (um nicht zu spoilern, kann ich nicht näher darauf eingehen), was die Charaktere schon im jungen Teenager Alter in der Schule durchmachen, zumindest für mein Empfinden und meine Erinnerungen an die Zeit bei mir damals.
Als Pferdefreund kommt man in diesem Buch auch auf seine Kosten, ich habe mich daran nicht gestört (das kleine Fohlen fand ich natürlich schon süß), bin aber kein besonders großer Fan, daher waren einige Abschnitte nebensächlich und ich habe sie teilweise übersprungen.
Obwohl es mit über 500 Seiten ein kleiner Wälzer ist, sollte man sich nicht einschüchtern lassen und ja, das richtige Leseabenteuer (mit heftigem Ende) genießen!
Fazit: Nun bin ich doch neugierig geworden, welchen Charakteren man in den anderen Bänden begegnet und bin froh, da noch ein paar Bücher vor mir zu haben!