Dunbridge Academy Whenever von Sarah Sprinz ist der siebte Band ihrer emotionalen Dunbridge Academy Reihe, von der ich wohl niemals genug kriegen kann.
Zum Start des letzten Schuljahres an der Dunbridge ist endlich Elsas Sperre für das Rugbyteam aufgehoben, aber stattdessen erwartet sie ein riesiger Schock. Ihre Teamkameradinnen wollen nicht mehr, dass Elsa Kapitänin ist, und so schmeißt sie vor Wut komplett hin. Für den Kapitän der Männermannschaft beginnt das neue Schuljahr ebenfalls nicht optimal, denn nach seiner verheerenden Sportverletzung im letzten Spiel ist Oscar Hallendale alles andere als wiederhergestellt. Davon lässt er sich aber nicht abbringen und vertuscht seine Schmerzen sogar vor seinem Zwillingsbruder. Nur Elsa scheint ihn zu durchschauen, genau wie Oscar sofort erkennt, warum Elsa davonläuft. Völlig unerwartet schließen beide einen Deal, sich gegenseitig zu helfen. Und dabei werden sie mit ihren unterdrückten Gefühlen füreinander konfrontiert.
Im siebten Teil kennt man die Charaktere gefühlt schon in- und auswendig, aber trotzdem schafft es Sarah Sprinz immer noch, einen zu überraschen. Die ersten Seiten sind immer ein Ankommen in Dunbridge, sowohl für mich, als auch für die Protagonisten. Und wie immer ist man richtig schnell in der Handlung gefangen, die sich diesmal um Elsa und Oscar dreht.
Beide sind Kapitäne ihrer jeweiligen Rugby-Mannschaft, aber da hören nach außen hin die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Während Oscar beherrscht, ruhig und souverän ist, explodiert Elsa bei jeder Kleinigkeit und strahlt permanent Aggressivität aus. Woher ihre unkontrollierte Wut kommt, die sie zugegebenermaßen nicht unbedingt sympathisch macht, wird Stück für Stück aufgeklärt. Genau wie Oscars Drang, immer der Erwachsene zu sein, der sich um alle kümmert und der Fels in der Brandung ist. Dieser Fels hat mittlerweile einige tiefe Risse, und diese resultieren nicht nur aus seiner schweren körperlichen Verletzung.
Wie wir es nicht anders kennen, geht es bei den Geschichten der Autorin immer richtig in die Tiefe und es bleibt niemals nur oberflächlich. Die explosive Chemie zwischen Elsa und Oscar war schon in den Vorgängerbänden zu spüren, aber viel berührender sind die leisen und vertrauten Momente.
Die Charaktere haben Ecken und Kanten und agieren nicht immer optimal, aber gerade dadurch sind sie so echt und authentisch. Ihre Entwicklung geschieht nicht über Nacht und konnte mich aus diesem Grund überzeugen. Eine wunderschöne und tiefgründige Lovestory!
Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!