Margo sitzt eigentlich nur im Zug nach Dublin, um auf ein Internat zu fahren und ihrem schwierigen Alltag zu entkommen. Doch plötzlich landet sie in einer völlig anderen Realität und begegnet dort Moon, einem geheimnisvollen Jungen, der sich in dieser gefährlichen Welt bestens auszukennen scheint. Gemeinsam reisen sie durch verschiedene Welten, geraten zwischen Konflikte und Geheimnisse und versuchen gleichzeitig herauszufinden, wie Margo wieder nach Hause kommen kann.
Skipshock ist eine Fantasygeschichte, die sich mal angenehm anders anfühlt. Die Mischung aus Parallelwelten, Zeitreisen und der besonderen Zug-Thematik sorgt direkt für eine spannende und ungewöhnliche Atmosphäre. Dabei gelingt der Einstieg erstaunlich leicht, weil die Geschichte schnell Fahrt aufnimmt und einen direkt mitzieht. Die beiden Hauptfiguren. Margo und Moon ergänzen sich wunderbar und ihre Entwicklung wirkt emotional und glaubwürdig. Die Beziehung zwischen ihnen entsteht eher leise und natürlich, ohne die eigentliche Handlung zu überlagern, dadurch funktioniert die emotionale Seite der Geschichte besonders gut. Die unterschiedlichen Welten wirken lebendig und bildhaft beschrieben, ohne mit Informationen zu erschlagen. Trotz der komplexen Idee bleibt die Geschichte jedoch gut verständlich und angenehm lesbar. Gleichzeitig sorgt die Handlung immer wieder für Spannung, kleine Überraschungen und dieses Gefühl, nie genau zu wissen, was hinter der nächsten Tür, oder dem nächsten Zug, wartet. Der Schreibstil liest sich dabei flüssig und atmosphärisch. Viele Szenen haben eine fast traumhafte Stimmung, während andere wiederum düster und intensiv wirken. Gelungen ist dabei auch die Balance aus Abenteuer, emotionalen Momenten und mysteriösen Elementen. Das offene Ende bietet zudem eine gute Hinleitung zum zweiten Teil der Dilogie.
Eine originelle Fantasygeschichte mit starken Figuren, faszinierenden Welten und einer besonderen Atmosphäre, welche Abenteuer, Emotionen und Mystery auf eine Weise verbindet, die frisch und ungewöhnlich wirkt.