Nach Reids Rettung gerät Vaasa in Oziks Gefangenschaft. Entschlossen, sie für seine Ziele zu nutzen, versucht er, ihren Willen zu brechen und sie zu kontrollieren. Vaasa gibt nicht auf, erkennt jedoch schnell, dass sie allein nicht vorankommen kann. Reid hat nur ein Ziel, er möchte Vaasa zurück, egal für welchen Preis. Dafür schreckt er nicht vor einem Krieg zurück und er hat auch keine Angst davor, sich in Asteria einzuschleichen.
Vaasa ist eine starke Protagonistin. Ihr wird viel Unrecht und Schmerz angetan, sie hält aber durch und überlegt sich einen Plan, wie sie ihre Freiheit zurückbekommt. Dafür muss sie manchmal lügen oder schauspielern, doch um zurück zu Reid zu kommen, würde sie alles tun. Auch Reid arbeitet daran, zu ihr zu kommen. Er zeigt Mut und Stärke, denn nach Asteria zu gelangen, ist keine leichte Aufgabe. Die Chemie zwischen den beiden hat mir bereits im ersten Band gefallen und auch hier ist sie wieder toll. Man merkt, wie viel sie einander bedeuten, weshalb man mit ihnen mitfiebert.
Eine Nebenfigur, die mir sehr gut gefallen hat, ist Saschia. Sie hat eine coole und korrekte Art, weshalb sie einem direkt sympathisch ist. Auch Ozik ist interessant. Zu ihm will ich nicht viel sagen, nur, dass nicht alles immer so ist, wie es vielleicht auf den ersten Blick scheint.
In der ersten Hälfte konnte mich die Handlung nicht wirklich überzeugen. Obwohl das Buch spannend beginnt, konnte es mich nicht packen, weshalb ich nur langsam vorangekommen bin. Ich denke, dass es mir an Spannung gefehlt hat, denn die zweite Hälfte hat mich mit den Plot-Twists und den Geschehnissen überzeugt, und natürlich auch mit dem Ende. In der ersten Hälfte erlebt man Vaasa und Reid getrennt und verfolgt mit, was sie tun, um zueinanderzufinden. Im zweiten Teil arbeiten sie zusammen mit anderen Personen daran, dass sie Asteria hinter sich lassen können.
Der Schreibstil an sich ist nicht schlecht, jedoch dauert es etwas, bis man wirklich abtauchen kann. Die Gefühle der Protagonisten werden verständlich beschrieben und das Worldbuilding ist gelungen. Man bekommt mehr von Asteria zu sehen, es ist aber kein schöner Ort, im Gegenteil, er ist düster und wird von Intrigen und Machtspielen beherrscht.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man bereits den ersten Band mochte. Vaasa und Reid sind starke Protagonisten, die man gerne bei ihren Kämpfen begleitet und es hat mir gut gefallen, dass man mehr über die Magie erfährt. Die Handlung braucht zwar etwas, bis sie an Fahrt aufnimmt, aber dann zieht sie einen in den Bann. Nun bin ich gespannt auf den dritten Teil und darauf, wie die Reihe enden wird.