Am polnischen Strand, in der Nähe von Swinemünde, wird die Leiche eines Mannes aufgefunden. Es stellt sich heraus, dass es der deutsche Tourist Joachim Hundt ist. In seinem Rachen steckt ein großer Bernstein, sonst kann keinerlei Fremdeinwirkung festgestellt werden. Er machte mit seiner Frau und einigen Freunden in einem Ferienhaus, einige Kilometer entfernt, Urlaub. Auch die 10 jährige Luisa, die wahrscheinlich mit Joachim am Strand war ist spurlos verschwunden. Die deutsche Ermittlerin Lena Schuldt wird aus Berlin nach Polen beordert, da eine Person der Gruppe ein Geheimnisträger ist und es nicht ausgeschlossen werden kann, dass der ungeklärte Tod deshalb geschah. Lena fährt nur sehr widerwillig in die polnische Urlaubsregion, da sie nicht weit von hier auf der deutschen Seite aufgewachsen ist. Eine Zeit, die sie tief in ihrem Gedächtnis vergraben hatte. Bis heute plagt sie die unglückliche Kindheit, die einige Traumata hinterlassen hat. Die Ermittlungen erweisen sich, durch die Sprachbarriere, als kompliziert. Auch ihr polnischer Kollege Adam Krawczyk scheint ihr gegenüber alles andere als loyal zu sein. Die Ereignisse überschlagen sich, als noch eine zweite Leiche aufgefunden wird. Auch sie hat einen Bernstein im Mund.
Mir hat das Buch Strandopfer ganz gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Was mich ein wenig gestört hat, war die ständige Anspielung auf die Vorurteile, die sowohl Lena wie auch Adam gegenüber dem jeweiligen Land haben. Ich denke, dass solche Klischees nicht in einen guten Krimi gehören. Besonders Kommissar Adam lässt eigentlich keine Gelegenheit aus um dies hervorzuheben. Was ihn in meinen Augen sehr unsympathisch gemacht hat. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Ansonsten war der Krimi sehr gut durchdacht und gibt dem Leser keine Chance auf die Lösung des Falls zu kommen. Das Cover sieht relativ edel aus und passt auch sehr gut zum Buch.