Sophia ist eine sympathische junge Frau, die im Dorf Corazzo oberhalb des Lago Maggiore ihr Café "Valeria" betreibt. Sehr erfolgreich, denn sie ist eine talentierte Köchin und noch bessere Bäckerin. Daneben beherrscht sie die Kunst des Kaffeesatzlesens. Nach einer schrecklichen Erfahrung mit der Wahrsagerei verzichtet sie weitgehend auf die Ausübung dieses Talents. Doch dann bittet die Marktfrau Anna Sophia um eine Lesung "aus dem Mokka", da sie eine dringende Frage quält. Doch dazu kommt es nicht mehr. Anna wird tot aufgefunden - ermordet!
Anna Merati lässt ihre Privatschnüfflerin Sophia im zweiten Fall ihrer Cosy-Crime-Reihe "Tod im Piemont-Weißer Trüffel, schwarzer Tod" erneut in einem Mordfall ermitteln. Obwohl es für mich die erste Tätersuche mit Sophia und ihrem Commissario war, wurde ich spannend unterhalten und habe mich mühelos zurechtgefunden,
Nach einem Todesfall vor drei Monaten lässt sich Sophia nur noch selten "zu einem Mokka" überreden, was besonders Padre Fabrizio freut, der diese Art von "Ketzerei" entschieden ablehnt. Für Anna war sie zu einer Ausnahme bereit. Deshalb lässt der Mord Sophia nicht ruhen. Hätte sie der Marktfrau helfen und so das Verbrechen verhindern können? Obwohl sie ihrem Freund Commissario Alessandro versprochen hat, sich dieses Mal nicht in Gefahr zu begeben, mischt sie sich in seinen Fall ein. Die Ermittlungen stagnieren zunächst. Weder Sophia noch die Polizei entdeckt ein Motiv für den Mord an der beliebten Marktfrau. Dann findet Alessandro heraus, dass Anna langsam vergiftet wurde. Hat der Mörder die Geduld verloren und sie deshalb erstickt? Sophia besucht inzwischen ihren Onkel in Alba, der ganz in der Nähe von Annas Verwandtschaft lebt. Hängt alles mit den Trüffeln zusammen, die das Mordopfer auf dem Markt verkaufte?
Das gemütliche Café "Valeria" mit leckerem Gebäck, starkem Espresso und seiner um Prosecco spielenden Kartenrunde, lädt zum sofortigen Besuch ein. So einladend ist die Atmosphäre dort beschrieben. Das Lokalkolorit punktet stark in diesem Krimi. Mit der traumhaften Landschaft, den delikaten Speisen und den Informationen rund um die begehrten Trüffel. Gern hätte ich gleich meinen Koffer gepackt, so anziehend ist alles beschrieben. Bis auf das gemeine Verbrechen. Aber die bodenständigen Charaktere, allen voran die sympathische Sophia, ihre kesse, kekssüchtige Freundin Laura und der clevere Commissario sorgen dafür, dass im Piemont Mörder hinter Gittern landen. Der Fall wird logisch aufgeklärt und alle Fragen beantwortet. Am Ende hat mich die Identität des Täters überrascht.
Anna Meratis Cosy Crime kommt mit wenig Gewalt aus und bietet gute Unterhaltung zum Abschalten.