Toni ist eine der Glücklichen, die am Schreibworkshop eines Bestsellerautors teilnehmen darf. Als die Gruppe im Anwesen in Schottland zusammenkommt, erzählt der Autor ihnen, was der wirkliche Plan ist. Wer sich beim Workshop am besten anstellt, bekommt sein Vermögen. Kurz darauf passiert etwas schlimmes und schnell wird klar, dass jede einzelne Person in dem Haus Dreck am Stecken hat.
Toni ist eine gute Protagonistin. Sie ist eine freundliche und kluge Person, aber auch etwas unsicher, denn das Schlafwandeln lässt sie manchmal ratlos zurück. Die anderen Workshopteilnehmer sind recht unterschiedlich und sympathisch. Bei den Angestellten gibt es herzliche Personen, genauso wie unsympathische. Der erste Eindruck ist aber manchmal falsch und man sollte immer wieder hinterfragen, wem man traut.
Die Handlung ist insgesamt nicht schlecht, ich habe aber durch den Hype mehr erwartet. Es dauert etwas, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt, dann passiert aber einiges. Die Auflösung hat mich überrascht, weil ich damit nicht gerechnet habe, aber ich hätte mir im Großen und Ganzen noch mehr Spannung gewünscht. Das Setting in Schottland mit dem abgeschotteten Anwesen und die Idee mit dem Schreibworkshop haben mir sehr gut gefallen.
Der Schreibstil ist gut, aber nicht so fesselnd wie gewünscht. Erst im letzten Drittel konnte mich die Geschichte so wirklich in einen Bann ziehen. Die Geschichte hat sich aber angenehm lesen lassen und ich mochte es, dass die Notizen von Toni eingebaut wurden.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man Murder Mysteries mag und gerne mit den Protagonisten miträtselt. Die Geschichte hat einige interessante Momente und das Ende ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Auch der Aspekt mit dem Schlafwandeln ist spannend. Für mich ist es ein gut gemachter Krimi, auch wenn es ein paar zähe Momente gibt.