Die Rückkehr von Leo Koski hat bei mir sofort Interesse geweckt, vor allem weil die vorherigen Teile hohe Erwartungen gesetzt haben. Inzwischen führt der ehemalige finnische Regierungschef gemeinsam mit seiner Tochter Daniela ein zurückgezogenes Leben in den USA weit entfernt von der politischen Bühne. Doch diese scheinbare Ruhe hält nicht lange an. Leo fühlt sich verfolgt und tatsächlich wird seine Tochter Daniela entführt. Fast zeitgleich wird der amerikanische Präsident vergiftet.
Besonders stark ist die politische Atmosphäre des Romans. Die Handlung, der im Raum stehende NATO-Austritt der USA, greift internationale Spannungen auf und verbindet Machtpolitik, Geheimdienstoperationen und geopolitische Interessen auf eine Weise, die erschreckend glaubwürdig wirkt. Gerade die Nähe zu aktuellen politischen Entwicklungen sorgt dafür, dass sich vieles unangenehm realistisch anfühlt und die Geschichte schnell an Intensität gewinnt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Für mich ein gelungener Abschluss dieser Reihe.