Mir gefällt das Cover von Die vergessen Tochter von Soraya Lane sehr. Das schöne Cover-Bild an sich gibt einen Hinweis darauf, dass die Geschichte in Norwegen spielt und die Gestaltung insgesamt wirkt auf mich harmonisch. Toll finde ich außerdem, dass die Optik dieses Buches wunderbar zu den anderen Bänden dieser Reihe passt und die Bücher somit eine schöne Einheit im Bücherregal bilden.
Erzählt wird in diesem Buch die Geschichte von Charlotte und ihrer Familie. Charlotte lebt und arbeitet eigentlich in London, doch als ihr ein kleines Kästchen überreicht wird, in dem sich ein Diamantring, ein norwegisches Wappen und ein altes Foto befinden, ändert sich ihr Leben komplett. Sie kehrt zurück nach Norwegen und zu ihrer Familie und setzt sich mit der Vergangenheit ihrer Urgroßmutter Amalie auseinander. Dabei entdeckt sie ein großes Familiengeheimnis, das ihre ganze Welt ins Wanken bringt und sie fragt sich immer mehr, was ihr selber eigentlich wirklich wichtig ist im Leben und welche Risiken sie bereit ist einzugehen
Auch, wenn Die vergessene Tochter bereits der 7. Band einer Reihe ist, war es mein erstes Buch der Autorin und ich hatte keinerlei Schwierigkeiten mich in der Geschichte zurechtzufinden, da sie vollkommen unabhängig von den anderen Büchern lesbar ist. Soraya Lane hat mich mit dieser Geschichte von Anfang an gefangen genommen und gefesselt, so dass ich das Buch nicht gerne aus der Hand gelegt habe. Sie schreibt flüssig und angenehm leicht, so dass sich der Text sehr unangestrengt lesen lässt, der Inhalt bleibt aber keinesfalls seicht oder oberflächlich, sondern entführt uns LeserInnen auf zwei Zeitebenen in sehr unterschiedliche und fesselnde Welten. Dabei hat es mich begeistert, dass ich beide Zeitstränge als gleich stark empfunden habe und auf beiden Ebenen immer gerne wissen wollte, wie es weiter geht.
Ich habe die Charaktere als authentisch und nahbar empfunden, so dass ich gut mit ihnen fühlen konnte und ihr Schicksal ist mir an mancher Stelle wirklich nahe gegangen. Lediglich bei einer Protagonistin hätte ich mir eine detailliertere Ausarbeitung ihrer Emotionen an einem wesentlichen Wendepunkt der Geschichte gewünscht, da sie jedoch nicht zu den Hauptcharakteren zählt, hat dieser Wunsch mein Leseglück nicht sonderlich beeinträchtigt.
Die Verwicklungen in der Familiengeschichte, die einzelnen Beziehungen und Zusammenhänge sind für mich stimmig erzählt und es blieb bis zuletzt interessant und spannend, um herauszufinden, welche Verbindungen wirklich von Bedeutung sind und wie die Details zusammen passen. Mir hat dieses Buch eine wunderbare Lesezeit geschenkt und ich habe die anderen Titel dieser Reihe bereits auf meine Wunschliste gesetzt, da ich unbedingt auch die anderen Geschichten kennen lernen möchte. Außerdem fasziniert mich die Geschichte der übergeordneten Hauptperson sehr, deren Erlebnisse wir dann im letzten Band werden entdecken dürfenich freue mich bereits sehr darauf! Und ich wünsche euch ebenfalls viel Freude beim Lesen!