Lady Grace ist eine Hofjungfer von Elisabeth I. und soll sich verloben. Zur Auswahl hat sie drei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Am Abend des Balls, wird einer der Verehrer tot aufgefunden und ein anderer verdächtigt. Lady Grace nimmt sich dem Fall an und sucht nach dem Täter.
Grace mochte ich sehr gerne. Sie ist eine liebevolle und kluge Person. Sie wünscht niemandem etwas schlechtes und interessiert sich nicht für den Stand einer Person. Ihre Freunde Ellie und Masou sind sympathisch und unterstützen Grace, wo sie nur können.
Die Grundidee finde ich interessant, die Umsetzung konnte mich aber nicht ganz überzeugen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte etwas schneller an Fahrt aufnimmt. Der Anfang ist für mich etwas zäh gewesen, in der Mitte gibt es den ein oder anderen interessanten Aspekt, bevor die Geschichte einen Richtung Ende packt. Das Ende hat mich positiv überrascht, da es gelungene Wendungen gibt. Das Buch spielt in der Tudor-Zeit, was mir sehr gut gefallen hat. Man lernt während dem Lesen etwas über die gesellschaftlichen Normen und erlebt auch Dinge, die damals so üblich waren.
Die Geschichte ist im Tagebuchstil geschrieben, was mir an sich gefallen hat, jedoch kann es da leicht passieren, dass nicht so wichtige Dinge erwähnt werden. Deshalb hat es für mich etwas gedauert, bis Spannung aufgekommen ist. Durch das Tagebuchformat kann man sich aber leicht in die Gedanken und Gefühle von Lady Grace hineinversetzen.
Ich kann das Buch Teenagern empfehlen, die gerne ein Buch mit einer Lady als Ermittlerin lesen möchten, die sympathisch und mutig ist. Das Setting ist spannend und kann mit der Atmosphäre überzeugen. Das Miträtseln macht Spaß und das Ende wird einen garantiert überraschen. Ich bin schon gespannt auf die nächsten Teile.