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Die Gilde der Schwarzen Magier 01

Die Rebellin. Empfohlen ab 13 Jahre.
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Taschenbuch
Taschenbuch € 10,99* inkl. MwSt.
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Produktdetails

Titel: Die Gilde der Schwarzen Magier 01
Autor/en: Trudi Canavan

ISBN: 3442243947
EAN: 9783442243945
Die Rebellin.
Originaltitel: Black Magician 1: The Magician's Guild.
'Blanvalet Taschenbücher'.
Empfohlen ab 13 Jahre.
Deutsche Erstausgabe.
Übersetzt von Michaela Link
Blanvalet Taschenbuchverl

1. Mai 2006 - kartoniert - 544 Seiten

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Ein neues hinreißendes Fantasy-Epos voller Magie, Abenteuer und Leidenschaft - für Leser jeden Alters!

Sonea lebt auf den Straßen der Stadt Imardin. Als sie eines Tages aus Zorn über die arrogante Gilde der Magier einen als unverwundbar geltenden Zauberer verletzt, werden die Meister der magischen Künste auf sie aufmerksam. Sie versuchen alles, das Mädchen zu finden, bevor ihre unkontrollierten magischen Talente zur Gefahr werden - für die Gilde, die Stadt und für Sonea selbst ...
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Trudi Canavan wurde 1969 im australischen Melbourne geboren. Sie arbeitete als Grafikerin und Designerin für verschiedene Verlage und begann nebenbei zu schreiben. 1999 gewann sie den Aurealis Award für die beste Fantasy-Kurzgeschichte. Ihr Erstlingswerk, der Auftakt zur Trilogie »Die Gilde der Schwarzen Magier«, erschien 2001 in Australien und wurde weltweit ein riesiger Erfolg. Seither stürmt sie mit jedem neuen Roman die internationalen Bestsellerlisten.
DIE S'BERUNG


In Imardin, so hei' es, habe der Wind eine Seele und pfeife heulend durch die schmalen Stra'n der Stadt, weil das, was er dort finde, ihn mit Trauer erf'lle. Am Tag der S'erung heulte der Wind durch die schwankenden Masten der Schiffe im Hafen, peitschte durch das Westtor und schrie die Gassen hinunter. Dann verstummte er pl'tzlich, bis nur noch ein Wimmern zu h'ren war, als seien ihm die zerfetzten Seelen, die ihm entlang des Weges begegneten, eine unertr'iche Qual.
So zumindest empfand es Sonea. Als sie abermals von einem eisigen Windsto'erfasst wurde, schlang sie die Arme um sich und h'llte sich fester in ihren abgetragenen Mantel. Mit 'erlich gerunzelter Stirn sah sie zu Boden. Schmutziger Schneematsch schwappte ihr bei jedem Schritt 'ber die F''. Die Lappen, die sie in ihre viel zu gro'n Stiefel gestopft hatte, hatten sich bereits mit Wasser voll gesogen, und ihre Zehen schmerzten vor K'e.
Dann nahm sie aus dem Augenwinkel eine pl'tzliche Bewegung zu ihrer Rechten wahr und machte einen Schritt zur Seite, als ein Mann mit wirrem, grauem Haar aus einer kleinen Seitenstra' gestolpert kam und auf die Knie fiel. Sonea blieb stehen und hielt ihm die Hand hin, aber der Alte schien sie gar nicht zu bemerken. M'hsam rappelte er sich hoch und schloss sich den Menschen an, die die Stra' entlangzogen.
Seufzend hielt Sonea Ausschau, so gut es eben ging, ohne ihr von einer gro'n Kapuze verborgenes Gesicht den Blicken anderer zu enth'llen. An der Einm'ndung der Gasse war ein Wachsoldat postiert. Mit einem h'schen Grinsen beobachtete er die kleine Gruppe am unteren Ende der Stra'. Sonea sah ihn mit schmalen Augen an, aber als er sich in ihre Richtung drehte, wandte sie hastig den Blick ab.
Zur H'lle mit den Wachen, dachte sie. M'gen sie alle giftige Faren in ihren Stiefeln finden. Mit einem Anflug von schlechtem Gewissen dachte sie an einige der freundlicheren Wachen, aber sie war nicht in der Stimmung, Ausnahmen zu machen.
Inzwis
chen hatte sie die kleine Gruppe schlurfender, gebeugter Gestalten erreicht und folgte ihnen auf eine breitere Durchgangsstra'. Die Stra' war zu beiden Seiten von zwei- bis dreigeschossigen Geb'en ges't. In den Fenstern der oberen Stockwerke reihte sich ein Gesicht an das andere. In einem Fenster entdeckte Sonea einen gut gekleideten Mann, der einen kleinen Jungen auf dem Arm hielt, damit er die Menschen unten auf der Stra' sehen konnte. Der Mann r'mpfte angeekelt die Nase, und der Junge schnitt eine Grimasse, als h'e er in einen faulen Apfel gebissen.
Sonea blickte w'tend zu den beiden hinauf. Die w'rden nicht mehr so aufgeblasen dreinschauen, wenn ich ihnen einen Stein durchs Fenster werfen w'rde. Sie sah sich halbherzig um, aber falls irgendwo Steine herumlagen, waren sie unter dem Schneematsch gut verborgen.
Einige Schritte vor ihr standen zwei Wachen an der M'ndung einer kleinen Gasse. Angetan mit steifen M'eln aus gekochtem Leder und eisernen Helmen, sahen sie so aus, als w'gen sie gut und gern doppelt so viel wie die Bettler, die sie beobachteten. Sie hielten Holzschilde in den H'en, und an ihrer H'fte hingen Kebin ' Eisenstangen, die als Schlagst'cke benutzt wurden. Allerdings war direkt 'ber dem Griff zus'lich noch ein Haken angebracht, um einem Angreifer damit das Messer zu entwinden. Sonea senkte den Blick und ging an den beiden M'ern vorbei.
'' sollen sie von den anderen abschneiden, bevor sie den Platz erreichen', sagte einer der Wachm'er soeben. 'Es sind ungef' zwanzig. Der Anf'hrer der Bande ist ein gro'r Kerl. Hat eine Narbe am Hals und ''
Soneas Herz setzte einen Schlag aus. War es m'glich '?
Einige Meter hinter den Wachen schl'pfte Sonea in einen Hauseingang und drehte den Kopf, um noch einmal verstohlen zu den beiden M'ern hin'berzusehen. Dann zuckte sie heftig zusammen. Zwei dunkle Augen blickten ihr aus dem Flur entgegen.
Eine Frau starrte sie mit vor 'erraschung geweiteten Augen an. Sonea wich einen Schritt zur'ck. Auch
die Fremde zog sich zur'ck, dann l'elte sie, als Sonea kurz auflachte.
Nur ein Spiegelbild! Sonea streckte die Hand aus, und ihre Finger trafen auf ein blank poliertes Metallschild, das an der Wand befestigt war. In die Oberfl'e waren Worte eingeritzt, aber sie wusste zu wenig 'ber Buchstaben, um erkennen zu k'nnen, was dort geschrieben stand.
Sie begutachtete ihr Spiegelbild. Ein mageres Gesicht mit hohlen Wangen. Kurzes, dunkles Haar. Niemand hatte sie jemals h'bsch genannt. Sie konnte noch immer als Junge durchgehen, wenn sie wollte. Ihre Tante meinte, sie k' mehr nach ihrer lange verstorbenen Mutter als nach ihrem Vater, aber Sonea hatte den Verdacht, dass Jonna einfach keine 'nlichkeit mit ihrem verschwundenen Ehebruder erkennen wollte.
Sonea trat n'r an die Metallplatte heran. Ihre Mutter war sehr sch'n gewesen. Vielleicht, wenn ich mir die Haare wachsen lie', 'berlegte sie, und wenn ich etwas weiblichere Kleidung tr'ge '
' oh, spar dir die M'he. Mit einem selbstironischen Schnauben wandte sie sich ab, ver'ert dar'ber, dass sie sich von solchen Fantasien hatte ablenken lassen.
'' vor ungef' zwanzig Minuten', erklang in der N' eine Stimme. Sie erstarrte, als ihr wieder einfiel, warum sie in den Hauseingang getreten war.
'Und wo soll die Falle zuschnappen?'
'Keine Ahnung, Mol.'
'Ah, da w' ich gern dabei. Ich habe gesehen, was sie letztes Jahr mit Porlen gemacht haben, diese kleinen Bastarde. Es hat Wochen gedauert, bis der Ausschlag wieder weg war, und er konnte tagelang nicht richtig sehen. Ich frage mich, ob ' He! Das ist die falsche Richtung, Junge!'
Sonea ignorierte den Soldaten, denn sie wusste, dass er und sein Gef'te auf keinen Fall ihren Posten verlassen w'rden. Sie durften nicht riskieren, dass die Menschen auf der Stra' sich ihre Unaufmerksamkeit zunutze machten und sich durch die Nebengasse davonstahlen. Sonea begann zu rennen und bahnte sich einen Weg durch die Menge, die jetzt immer dichter wurde. Von Zeit zu Zeit
blieb sie stehen, um nach vertrauten Gesichtern Ausschau zu halten.
Sie zweifelte keinen Augenblick daran, von welcher Bande die Wachen gesprochen hatten. Die Geschichten dar'ber, was Harrins Jungen w'end der letzten S'erung getan hatten, waren w'end des ganzen harten letzten Winters wieder und wieder erz't worden. Es hatte sie sehr erheitert, dass ihre alten Freunde immer noch ihren Schabernack trieben, obwohl sie ihrer Tante Recht geben musste, dass sie besser beraten war, sich von ihnen fern zu halten, denn sie brachten sich allzu oft in Schwierigkeiten. Jetzt sah es so aus, als planten die Wachen, sich an ihnen zu r'en.
Was nur beweist, dass Jonna Recht hat. Sonea l'elte grimmig. Sie w'rde mir eine sch'ne Tracht Pr'gel verpassen, wenn sie w'sste, was ich hier treibe, aber ich muss Harrin warnen. Wieder lie'sie den Blick 'ber die Menge wandern. Ich will mich der Bande ja nicht wieder anschlie'n. Ich brauche nur irgendwo einen Sp'r zu finden ' da!
In einem dunklen Hauseingang kauerte ein Junge, der seine Umgebung mit verdrossener Feindseligkeit musterte und st'ig von einer Stra'nkreuzung zur anderen sah. Als sein Blick den ihren traf, hob Sonea die Hand, um sich die Kapuze tiefer ins Gesicht zu ziehen, und machte eine Bewegung mit den Fingern, die die meisten Menschen f'r 'erst unh'flich gehalten h'en. Die Augen des Jungen wurden schmal, und er antwortete ihr mit dem gleichen Zeichen.
Jetzt wusste sie, dass er tats'lich ein Sp'r war, und ging weiter. Wenige Schritte von der T'r entfernt blieb sie stehen und tat so, als m'sse sie sich ihren Stiefel neu binden.
'Zu wem geh'rst du?', fragte er, ohne sie anzusehen.
'Zu niemandem.'
'Du hast ein altes Zeichen benutzt.'
'Ich war schon einige Zeit nicht mehr hier', erwiderte sie. 'Ich m'chte jemanden treffen.'
Der Sp'r schnaubte abf'ig. 'Und warum sollte ich dir glauben?'
'Ich habe fr'her mal Harrin gekannt', antwortete sie und richtete sich auf.
Der Junge dachte einen Moment l
ang nach, dann trat er aus dem Hauseingang und packte sie am Arm. 'Dann wollen wir doch mal sehen, ob er sich an dich erinnert.'
Soneas Herz setzte einen Schlag aus, als der Junge sie mitten in das Gedr'e zerrte. Der Boden war rutschig, und sie wusste, dass sie der L'e nach hinschlagen w'rde, wenn sie versuchte, sich gegen den Sp'r zu wehren. Sie murmelte einen Fluch.
'Du brauchst mich nicht zu ihm zu bringen', erkl'e sie. 'Sag ihm einfach meinen Namen. Er wird wissen, dass ich ihm nichts B'ses will.'
Der Junge beachtete sie gar nicht. Die Wachsoldaten, an denen sie vorbeikamen, warfen ihnen argw'hnische Blicke zu. Sonea versuchte den Arm freizubekommen, aber der Junge war st'er als sie. Er zog sie in eine Nebenstra'.
'H'r mir zu', sagte sie. 'Ich hei' Sonea. Er kennt mich. Und Cery kennt mich auch.'
'Dann wirst du ja nichts dagegen haben, ihn wiederzusehen', zischte der Junge ihr 'ber die Schulter hinweg zu.
In der Nebenstra' dr'ten sich die Menschen dicht an dicht, und sie schienen es alle sehr eilig zu haben. Sonea hielt sich an einem Laternenpfosten fest und zwang den Jungen so, stehen zu bleiben.
'Ich kann nicht mit dir gehen. Meine Tante wartet auf mich. Lass mich los ''
Die Menge hatte sich inzwischen auf das untere Ende der Stra' zubewegt, und Sonea blickte st'hnend auf.
'Jonna wird mich umbringen.'
Eine lange Reihe von Wachm'ern bildete, mit hochgehaltenen Schilden, eine Kette quer 'ber die Stra'. Einige Jugendliche liefen vor ihnen auf und ab und riefen Beleidigungen und Schm'ngen. Dann warf einer von ihnen einen kleinen Gegenstand nach den Soldaten. Das Wurfgeschoss prallte von einem Schild ab und explodierte zu einer Wolke roten Staubs. Als die Wachen einige Schritte zur'ckwichen, brachen die Jungen und M'hen in lauten Jubel aus.
Einige Schritte von ihnen entfernt entdeckte Sonea zwei vertraute Gestalten, beides M'er. Einer von ihnen hatte die H'e in die H'ften gestemmt und war gr''r und massiger, als Sonea es
in Erinnerung gehabt hatte. In den vergangenen zwei Jahren hatte Harrin sein jungenhaftes Aussehen verloren, aber seine ganze Haltung sagte ihr, dass sich davon abgesehen wenig ver'ert hatte. Er war schon immer der unbestrittene Anf'hrer der Bande gewesen und hatte sich, wenn n'tig, schnell mit einem wohlplatzierten Fausthieb Respekt verschafft.
Der Junge neben ihm schien kaum mehr als halb so gro'zu sein. Sonea konnte sich ein L'eln nicht verkneifen. Cery war, seit sie ihn das letzte Mal gesehen hatte, kaum gewachsen, und sie wusste, wie sehr ihn diese Tatsache 'ern musste. Trotz seiner zierlichen Gestalt hatte Cery bei der Bande jedoch stets betr'tliches Ansehen genossen, weil sein Vater f'r die 'Diebe' gearbeitet hatte.
Als der Sp'r sie n'r zu sich heranzog, sah sie, dass Cery einen Finger mit der Zunge befeuchtete, ihn in die H'he hielt und dann nickte. Harrin rief einen Befehl. Seine Gefolgsleute zogen kleine B'ndel aus ihren Kleidern hervor und warfen sie nach den Wachen. Eine rote Wolke erhob sich 'ber den Schilden, und Sonea grinste, w'end die M'er zu fluchen oder vor Schmerz zu schreien begannen.
Dann trat aus einer Gasse hinter den Soldaten eine einzelne Gestalt auf die Stra' hinaus. Sonea blickte auf, und das Blut gefror ihr in den Adern.
'Ein Magier!', keuchte sie.
Der Junge neben ihr sog scharf die Luft ein. Auch er hatte die in weite Roben geh'llte Gestalt gesehen. 'He! Magier!', rief er. Sowohl die Jugendlichen als auch die Wachen wandten sich dem Neuank'mmling zu.
Ein hei'r Windschwall schlug ihnen entgegen, und sie taumelten r'ckw's. Ein unangenehmer Geruch drang an Soneas Nase, und ihre Augen begannen zu brennen, als ihr der rote Staub ins Gesicht wehte. Dann flaute der Wind abrupt ab, und Stille kehrte ein.
Sonea rieb sich die Tr'n aus den Augen und blickte blinzelnd zu Boden, weil sie hoffte, ein wenig sauberen Schnee zu finden, um das Brennen zu lindern. Der Boden um sie herum war von einer glatten Schlammschicht bede
ckt, die keine Fu'bdr'cke aufwies. Aber das konnte nicht sein. Als ihr Blick sich kl'e, sah sie, dass sich feine Linien durch den Schlamm zogen ' Linien, die allesamt von den F''n des Magiers ausgingen.
'Lauft!', br'llte Harrin. Im n'sten Moment sprangen die Jungen und M'hen von den Wachen weg und rannten an Sonea vorbei. Der Sp'r stie'einen kurzen, schrillen Schrei aus und lief ihnen nach, wobei er Sonea hinter sich herzerrte.
Ihr Mund wurde trocken, als sie sah, dass sich am anderen Ende der Stra' bereits eine weitere Reihe von Soldaten formiert hatte. Es war eine Falle! Und ich habe es fertig gebracht, mich zusammen mit Harrins Bande schnappen zu lassen!
Es blieb ihr nichts anderes 'brig, als hinter dem Sp'r, der ihre Hand fest umklammert hielt, herzulaufen. Als sie sich den Wachen n'rten, hoben die M'er in Erwartung eines Kampfes ihre Schilde. Wenige Schritte von den Soldaten entfernt bogen die Jugendlichen in eine Gasse ein. Vor dem ersten der H'er in dieser Gasse lagen zwei uniformierte M'er am Boden.
'In Deckung!', erklang eine laute, vertraute Stimme.
Eine Hand packte sie und riss sie so pl'tzlich zu Boden, dass sie sich die Knie auf den Pflastersteinen aufschlug. Hinter ihr herrschte wilder Aufruhr, und als sie sich umdrehte, sah sie rudernde Arme und erhobene Schilde, die die schmale L'cke zwischen den Geb'en ausf'llten. Eine Wolke roten Staubs umwogte die K'fenden.
'Sonea?'
Die Stimme klang vertraut und voller Erstaunen. Sie blickte auf und l'elte. Cery hockte neben ihr.
'Sie hat mir erz't, die Wachen w'rden einen Hinterhalt planen', sagte der Sp'r.
Cery nickte. 'Das wussten wir bereits.' Langsam breitete sich ein L'eln auf seinen Z'gen aus, dann blickte er 'ber sie hinweg zu den Soldaten hin'ber, und das L'eln verschwand. 'Kommt. Es wird Zeit zu gehen!'
Er griff nach ihrer Hand, zog sie auf die F'' und f'hrte sie zwischen den Jugendlichen hindurch, die die Wachen abermals mit Wurfgeschossen bombardierten. Pl'tzlich
zuckte ein Lichtblitz auf und tauchte die Gasse in blendendes Wei'
'Was war das?', stie'Sonea hervor. Sie blinzelte heftig, um das Bild von der schmalen Stra' zu verscheuchen, das sich auf ihrer Netzhaut eingebrannt zu haben schien.
'Der Magier', zischte Cery.
'Lauft!', br'llte Harrin ganz in ihrer N'. Halb blind stolperte Sonea weiter. Sie stie'mit jemandem zusammen und fiel der L'e nach hin. Cery packte sie an den Armen, riss sie hoch und f'hrte sie weiter.
Wenige Augenblicke sp'r fand Sonea sich auf der Hauptstra' wieder. Die Mitglieder von Harrins Bande zogen sich die Kapuzen tief ins Gesicht und mischten sich unter die Menge. Sonea folgte ihrem Beispiel, und eine Weile gingen sie und Cery schweigend nebeneinander her. Dann erschien ein hochgewachsener Mann neben Cery und sah Sonea von der Seite an.
'He! Wen haben wir denn da!' Harrins Augen weiteten sich. 'Sonea! Was machst du hier?'
Sie l'elte. 'Ich lasse mich mal wieder von dir in Schwierigkeiten bringen, Harrin.'
'Sie hat geh'rt, dass die Wachen einen Hinterhalt planten, und wollte uns warnen', erkl'e Cery.
Harrin machte eine absch'ige Handbewegung. 'Wir haben mit so etwas gerechnet und uns vorher einen Fluchtweg zurechtgelegt.'
Sonea dachte an die Wachen, die am Eingang der Gasse gelegen hatten, und nickte. 'Ich h'e wissen m'ssen, dass ihr nicht ahnungslos in die Falle tappen w'rdet.'
'Also, wo hast du gesteckt? Wie lange ist das jetzt her? Es m'ssen Jahre sein ''
'Zwei Jahre. Wir haben im Nordviertel gelebt. Onkel Ranel hatte ein Zimmer in einem Bleibehaus bekommen.'
'Die Miete in den Bleibeh'ern soll himmelschreiend 'berh'ht sein, wie ich geh'rt habe. Und alles kostet das Doppelte, nur weil man innerhalb der Stadtmauern lebt.'
'Das stimmt, aber wir sind zurechtgekommen.'
'Wie denn?', fragte Cery.
'Indem wir Schuhe und Kleider geflickt haben.'
Harrin nickte. 'Deshalb haben wir dich also so lange nicht mehr gesehen.'
Sonea l'elte. Deshalb
und weil Jonna verhindern wollte, dass ich mich mit eurer Bande einlasse. Ihre Tante missbilligte Harrin und seine Freunde. Sehr sogar '
'Das klingt ja nicht besonders aufregend', murmelte Cery.
Sonea sah ihn an und stellte fest, dass er zwar in den letzten Jahren nicht viel gewachsen war, sein Gesicht jedoch das Jungenhafte verloren hatte. Er trug einen neuen Mantel, von dem lose F'n herabbaumelten, wo er abgeschnitten worden war. Und wahrscheinlich waren in den Taschen und Beuteln im Futter Dietriche, Messer, allerlei Kinkerlitzchen und S''gkeiten versteckt. Sie hatte sich immer gefragt, was Cery wohl tun w'rde, wenn er seinen Diebereien entwachsen war.
'Im Bleibehaus war ich jedenfalls sicherer als bei euch', beschied sie ihm.
Cerys Augen wurden schmal. 'Jonnas Gerede.'
Fr'her einmal h'en diese Worte ihr wehgetan. Jetzt l'elte sie nur. 'Jonnas Gerede hat uns aus den H'ttensiedlungen rausgebracht.'
'Also', fiel Harrin ihr ins Wort. 'Wenn du ein Zimmer in einem Bleibehaus hast, warum bist du dann hier?'
Soneas Miene verd'sterte sich. 'Der K'nig vertreibt die Leute aus den Bleibeh'ern', antwortete sie. 'Er m'chte nicht, dass so viele Menschen in einem einzigen Geb'e leben ' angeblich weil es unsauber sei. Heute Morgen waren Soldaten da und haben uns rausgeworfen.'
Harrin runzelte die Stirn und murmelte einen Fluch. Als sie sich zu Cery umdrehte, sah sie, dass der neckende Ausdruck in seinen Augen erloschen war. Sie wandte den Blick ab, dankbar f'r das Verst'nis der beiden, aber nicht getr'stet.
Mit einem einzigen Wort aus dem Palast war ihr binnen eines Morgens alles genommen worden, wof'r sie, ihre Tante und ihr Onkel gearbeitet hatten. Sie hatten nicht einmal Zeit gehabt, 'ber die Konsequenzen dieses Ereignisses nachzudenken, als sie in aller Eile ihre Habe zusammengepackt hatten und im n'sten Moment schon auf die Stra' hinausgezerrt worden waren.
'Wo sind Jonna und Ranel jetzt?', fragte Harrin.
'Sie haben mich vorgeschi
ckt, um festzustellen, ob wir vielleicht ein Zimmer in unserem alten Haus bekommen k'nnen.'
Cery sah sie direkt an. 'Wenn du nichts findest, komm zu mir.'
Sie nickte. 'Danke.'
Die Menge wogte langsam auf einen gro'n, gepflasterten Bereich zu. Dies war der Nordplatz, auf dem jede Woche ein kleiner Markt abgehalten wurde. Sie und ihre Tante gingen regelm'g dorthin ' oder genauer gesagt, sie hatten es getan.
Inzwischen hatten sich mehrere hundert Menschen auf dem Platz eingefunden. Viele von ihnen gingen weiter durch die Nordtore, andere warteten in der Hoffnung, Freunde und Verwandte zu finden, bevor sie sich dem Chaos der H'ttenviertel 'berlie'n. Manche weigerten sich auch, sich von der Stelle zu r'hren, bis man sie dazu zwang.


Ein Muss für jeden Fan von Fantasy-Romanen. Es lohnt sich, alle drei Bände in einem durchzulesen. Allgemeine Zeitung

Trudi Canavan hat das Zeug zu einer großen Schriftstellerin und ich bin sicher, man wird noch viel von ihr hören. Neues aus Anderwelt

Dieses Buch ist ein Ticket in eine liebevoll und vielschichtig gestaltete Welt der Magie. Inside Die Beilage der Nordwest-Zeitung

Die verschiedenen Charaktere sind wunderschön ausgearbeitet und liebevoll bis ins letzte Detail durchdacht. Die gesamte Trilogie ist ein rundum gelungenes Erstlingswerk. Nautilus
Kundenbewertungen zu Trudi Canavan „Die Gilde der Schwarzen Magier 01“
Durchschnittliche Kundenbewertung
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Die rebellin - von Papierwenderin - 24.03.2013 zu Trudi Canavan „Die Gilde der Schwarzen Magier 01“
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll Dies war mein erstes Buch von Trudi Canavan und ich hatte am Anfang schon Schwierigkeiten ihrem Schreibstil zu folgen. Es gibt in diesem Buch so viele Charaktere, Völker, Orte, Tiere, die alle so fremdartig heißen, dass es doch sehr anstrengend war Sonea auf ihrer rebellischen Reise zu folgen. Nachdem ich mich aber voll und ganz auf das Buch eingelassen hatte und keine anderen Geschichten währenddessen gelesen habe, ging es doch erstaunlich schnell und ich muss sagen: Dieses Buch ist total spannend! Die Geschichte beginnt an einem Ort vor den Stadttoren. Sonea ist mit ihren Freunden unterwegs um etwas Unruhe zu stiften aus Spaß versteht sich denn wirklichen Schaden können Sonea und ihre Freunde nicht anrichten, schon gar nicht gegen die Magier. Aber Sonea schafft es doch sich zu behaupten und tritt dadurch eine Lawine los, die sich keiner ausmalen konnte. Wird Sonea es schaffen, dass alles so wird wie vorher? Sonea ist ein wundervoller Charakter. So rein und unverbraucht, liebreizend und schüchtern, ängstlich und mutig ohne Superhelden Image. Ich mochte sie von der ersten bis zur letzten Seite. Teilweise fieberte ich so mit ihr mit, dass ich alles um mich herum vergass, aber sie hat es verdient ;) Cery, Soneas Freund ist ein wahrhaft treuer Kumpel, den sich jeder wünscht! Er hält zu ihr und ermöglicht ihr so viel. Schnell kam mir der Verdacht ob sich zwischen den beiden nicht etwas entwickeln könnte aber lest lieber selbst! Lord Rothen ist ein Magier und Lehrer den ich mir persönlich auch wünschen würde. Wenn es Magier gibt, bitte nur solche! Gleiches gilt natürlich noch für ein paar andere Zauberer, aber ich kann ja nicht das ganze Buch verraten. Auch sind nicht alle Magier dies, was sie zu sein scheinen aber es muss immer schwarze Schafe geben sonst macht das Lesen doch keinen Spaß! Das Cover ist sehr einfach aber doch geheimnisvoll gehalten und die Person in ihrer Robe taucht dann noch im Buch über jedem Kapitel auf schön gelöst! Fazit: Die Rebellin hat mir wirklich gut gefallen. Ich gebe 4 Sterne für das Buch, da der Einstieg doch recht schwierig war. Empfehlen würde ich das Buch an Liebhaber von Fantasiegeschichten.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll - von Anonym - 12.08.2010 zu Trudi Canavan „Die Gilde der Schwarzen Magier 01“
Ich frag mich immer wieder wie Trudi so dicke und trotzdem so spannende Bücher hinkriegt!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Die Rebellin - von Anonym - 01.09.2009 zu Trudi Canavan „Die Gilde der Schwarzen Magier 01“
Dies ist ein Top Buch habe es selbst mehrmals durchgelesen. Und kann es nur Weiterempfehlen. Schöne Charakter und tolle Storry.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Lesenswert - von Holz Klaus - 25.06.2009 zu Trudi Canavan „Die Gilde der Schwarzen Magier 01“
Der erste Teil der Trilogie ist hauptsächlich damit beschäftigt, die Figuren und Schauplätze der Geschichte darzustellen. Dabei hat die Autorin einige interressante Einfälle gehabt und eine komplexe Fantasie-Welt erschaffen, die auch einiger Erklärung bedarf. Dies führt allerdings fast zwangsläufig dazu, daß der erste Band stellenweise etwas langatmig und etwas "konstruiert" geschrieben ist. Erst am Schluß nimmt die Geschichte Fahrt auf - richtig spannend wirds aber erst ab dem 2. Band. Fazit: Notwendig zum Verständnis der Geschichte aber der langweiligste der 3 Bände. Insgesamt ist die Reihe aber durchaus lesenswert.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Spitze! - von fantasyfan - 21.12.2007 zu Trudi Canavan „Die Gilde der Schwarzen Magier 01“
Das Buch ist wirklich gut und mitreißend geschrieben. Außerdem behandelt es ein anderes Thema als die meisten anderen Fantasybücher und hebt sich dadurch von dem immer gleichen langweiligen einerlei ab.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Super Fantasy Triologie - von Michael - 30.07.2007 zu Trudi Canavan „Die Gilde der Schwarzen Magier 01“
Dieses Buch muss man einfach lesen, es zieht einen vom ersten Wort an in seinen Bann. Man wird diese aufregende Geschichte im Nu verschlingen und mit Begeisterung, die anderen beiden Bücher lesen wollen.ich kann dieses Buch einfach nur weiterempfehlen!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein spitzen Buch - von Buchfreak - 25.07.2007 zu Trudi Canavan „Die Gilde der Schwarzen Magier 01“
Super Geschichte, super Charaktere!!! Mit einer der besten Bücher seit langem. Aber auch wenn es in dem Buch über Magier geht, sollte man es auf keinen Fall mit Harry Potter vergleichen, da es hier über andere Arten der Magie geht. Sehr fesseld und erfrischend geschrieben! Respekt!!!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Packend! - von Julie Toussaint - 31.03.2007 zu Trudi Canavan „Die Gilde der Schwarzen Magier 01“
Sonea ist ein Mädchen aus den Hüttenvierteln, den Slums der Stadt. Doch als die Magier eines Tages wieder eine "Säuberung" durchführen, gelingt es ihr ihr Bannkreis mit einem Stein zu durchbrechen und einen Zauberer zu verletzen. Somit ist klar, dass auch sie eine Magierin ist. Aus Angst vor der Rache der Magiergilde versteckt sie sich nun mit Hilfe ihrer Freunde vor den Suchtrupps. Denn die Gilde ist nicht gewillt eine wilde Magierin frei draußen herumlaufen zu lassen. Sonea fürchtet um ihr Leben, sollte sie gefangen werden. Doch die Magier suchen sie aus einem anderen Grund: Denn ihr Leben ist wirklich in Gefahr. Sollte sie nicht bald lernen ihre Magie zu beherrschen, so droht sie von dieser vernichtet zu werden. Dieses Buch ist der Auftakt einer fesselnden Triologie über Liebe und Verrat, ebenso wie über Vorurteile und Ignoranz. Denn als Kind aus den Hüttenvierteln misstrauen die Magier Sonea grundsätzlich. Und doch wird hier auch deutlich, dass man mit Magie (leider) nicht alles lösen kann. Alles in allem findet sich hier eine packende Geschichte mit einer starken Hauptfigur, die sich ihre Ziele hart erkämpfen muss, dafür aber auch nicht aufgibt. Ein absolutes Muss!
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