Rosa Luxemburg:
Rosa Luxemburg (1871-1919, ermordet von Schergen des deutschen Militarismus) wurde in der kleinen Provinzstadt Zamosc im damals unter russischer Herrschaft stehenden Teil Polens als Tochter eines jüdischen Kaufmanns (Holzhändlers) geboren. Bald schon sollte die Familie aber in die Hauptstadt Warschau übersiedeln. Die äußerst begabte Schülerin politisierte sich noch in ihren Gymnasialjahren und schloss sich der sozialistisch-revolutionären Partei "Proletariat" an. Bald schon war sie zur Flucht aus Russisch-Polen gezwungen. - Sie "war eine herausragende Vertreterin demokratisch-sozialistischen Denkens und Handelns in Europa. Mit all ihrer Kraft versuchte sie, den Weltkrieg, der dann von 1914 bis 1918 tobte, zu verhindern. Neben Karl Liebknecht war sie die wichtigste Repräsentantin internationalistischer und antimilitaristischer Positionen in der SPD. Sie war eine leidenschaftliche und überzeugende Kritikerin des Kapitalismus und schöpfte aus dieser Kritik die Kraft für revolutionäres Tun. Voller Hoffnung begrüßte sie die russische Revolution, blieb als revolutionäre Demokratin aber kritisch und wach: Hellsichtig attackierte sie die diktatorische Politik der Bolschewiki" (www. rosalux. de/stiftung/historisches-zentrum/rosa-luxemburg).
Bruno Kern:
Hrsg. Bruno Kern, geb. 1958 in Wien, hat Theologie und Philosophie studiert und lebt heute als freischaffender Lektor, Übersetzer und Autor in Mainz. Er verfasste die Biographie "Rosa Luxemburg. Ein Leben wider die Barbarei" (Wiesbaden 2020) und gab die Sammlung "Rosa Luxemburg: Menschsein ist vor allem die Hauptsache. Gedanken einer Revolutionärin" (Wiesbaden 2018) heraus. Für das Regal der Schalom-Bibliothek zu Pazifisten und Antimilitaristinnen aus jüdischen Familien hat er zuletzt auch den Band "Karl Kraus: Zum Ewigen Gedächtnis. Texte zu Krieg und Frieden" (2025) bearbeitet.