Lorenzo Verro, der erste Geiger des berühmten Arcimboldo-Quartetts, wird nach einem Konzert erstochen in der Nähe des Teatro Argentina in Rom aufgefunden. Commissario Di Bernardo muß nun wieder in der Welt der Musiker ermitteln. Er findet sich wieder zwischen Rivalität, Affären und Lügen.
"Quartett" ist der vierte Fall für Commissario Di Bernardo. Natasha Korsakova entführt ihre Leser wieder in ihre eigene Welt - der Welt der klassischen Musik. Von ihrem Hintergrundwissen fließt hier einiges lehrreiches in die Handlung ein. So vermittelt sie sehr bildhaft, wie es in der umkämpften Musikwelt zugeht. Man findet sich hautnah wieder zwischen Machtkämpfen, Ehrgeiz, Intrigen und egoistischem Verhalten. Es wird deutlich, daß der äußerlich schöne Schein trügerisch sein kann. Aber es wird auch deutlich, welch hohe Kunst die Musiker beherrschen. Nicht allein ihr Können ist wichtig, auch das Zusammenspiel der einzelnen Musiker, die mitunter nur durch Augenkontakt kommunizieren, ist beeindruckend. Diese Atmosphäre wird hier sehr gut übermittelt. Natasha Korsakova verliert hier nicht nur den Bogen ihres Musikinstrumentes nicht aus den Augen, auch der Spannungsbogen wird hier geschickt eingesetzt. Sie hat einen Kriminalfall geschaffen, der sehr geschickt aufgebaut ist. Di Bernardo hat hier wieder einige Spuren zu verfolgen, bis er am Ende den Fall lösen kann. Und genauso lange ermittelt man mit ihm mit und muß seine Lösungsansätze immer wieder neu sortieren. Und das macht man sehr gern, denn es macht Spaß, gemeinsam mit dem sympathischen Di Bernardo quer durch Rom zu ermitteln und die Stadt dabei für sich zu entdecken. Mit "Quartett" bekommt man einen besonderen Krimi, der sich durch seine intelligente Art aus der Menge des Buchmarktes hervorhebt. Hier muß man das Lesen einfach genießen!