
Deutsche NS-Erinnerungsorte haben in den letzten Jahren an Wirkmacht eingebüßt. Die scheinbar so selbstverständlich gewordenen Institutionen sind zunehmend Ziel rechtsextrem motivierter Störversuche: Ihre ehemals erkämpften Räume sind zu umkämpften Räumen geworden. Doch womit genau werden NS-Erinnerungsorte konfrontiert? Und wie gehen diejenigen, die dort arbeiten, mit den wiederholten Angriffen von extrem rechter Seite um? Auf der Grundlage einer umfangreichen qualitativen Studie gibt Julia Gilfert den Menschen, die an NS-Erinnerungsorten arbeiten, eine Stimme. Ihr Plädoyer: Die deutsche Erinnerungskultur ist dringend auf neue Formen der demokratischen Partizipation angewiesen.
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