
Antimuslimischer Rassismus ist fester Bestandteil gesellschaftlicher Machtverhältnisse und schreibt sich tief in den Alltag von Muslim*innen ein. Er prägt Gefühle und Wahrnehmungen ebenso wie Denk- und Handlungsweisen. Mit dem Begriff der »muslimischen Existenzkünste« entwickelt Ozan Zakariya Keskinkiliç eine subjektorientierte Perspektive auf den Umgang mit antimuslimischem Rassismus. Auf Grundlage biografisch-narrativer Interviews rekonstruiert er eine Bandbreite an Selbsttechniken: affektbezogene und rituelle Praktiken, heterotope und futuristische Techniken, Sound- und Artikulationsstrategien sowie solidarische Sorgebeziehungen. Die Sorge um sich erweist sich dabei als gelebte Praxis, in der Selbstverhältnisse im Spannungsfeld von Rassismus, Macht und Widerstand ausgehandelt werden.
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