Oakfell Autumn Nights hat mich absolut überrascht. Die Geschichte ist so cozy und unaufgeregt wie das Cover. Wunderschön und herzerwärmend.
Wir begleiten Everlee und Cooper während sie versuchen herauszufinden, ob aus besten Freunden mehr werden kann. Mehr werden darf.
Beide nähern sich, nach einem Bruch in der Freundschaft vor 4 Jahren, wieder vorsichtiger einander an und möchten eigentlich nur ihren besten Freund und was sie einmal miteinander hatten wieder zurück. Doch was, wenn sich dieselben Gefühle wie damals plötzlich wieder einmischen? Sind sie bereit diese Freundschaft, ihre Seelenverwandschaft, noch einmal zu riskieren?
Wir bekommen nicht nur 2 POVs, von Lee und Coop, wie sich die beiden sehr liebevoll gegenseitig nennen, sondern auch beide POVs nochmals aus der Vergangenheit. Und das über 20 Jahre hinweg. Und ich habe diese Rückblicke geliebt! Everlee und Cooper bereits von so frühen Jahren an begleiten zu dürfen, hat den Fokus absolut auf diese tiefe freundschaftliche Verbindung gelenkt, die die beiden vom ersten Aufeinandertreffen an miteinander hatten.
Und Everlees Familie hat mir dann den Rest gegeben. Wer könnte diesen durchgeknallten Haufen denn bitte nicht lieben? Wir bekommen hier den Found Family Trope auf eine ganz andere Art. Und ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass das die beste Art und Weise war, diesen Trope einzusetzen. Diese Momente haben mir jedesmal aufs Neue die Tränen in die Augen getrieben.
Die Charakterentwicklung war ruhig aber spürbar über die Jahre hinweg und auch nur in diesen wenigen Tagen, in denen Oakfell Autumn Nights spielt, ist so viel passiert.
Ich mochte Everlee und Cooper von der ersten Seite an sehr. Aber mit jeder Seite haben die beiden sich noch ein wenig mehr in mein Herz gegraben.
Und auch alle Nebencharaktere waren absolut liebenswert. Everlees älterer Bruder Nathan und ihr Vater haben es mir hier am meisten angetan. Und nicht alles davon hat mit Everlee selbst zu tun. Denn vor allem Cooper spielt hier eine zentrale Rolle mit.
Oakfell Autumn Nights gibt einem so viel, wenn man sich auf diese Erfahrung und auf die Thematiken, die dahinter stecken einlässt.
Der Schreibstil von Mimi Heeger ist richtig toll. Ruhig und flüssig lässt sich diese Geschichte wunderbar lesen.
War es für mich absolut vorhersehbar? Total! Und hier hat mir dieser Umstand aber so überhaupt gar nichts ausgemacht. Weil es dennoch so schön war, diese ganzen kleinen Einzelheiten zu erfahren. Dabei hat es mich dann kein bisschen gestört, dass mir längst klar war, dass es gegen Ende noch ein kleines Drama geben wird und wie dieses aussehen wird. Viel wichtiger war die Vergangenheit der beiden und zu sehen, wie sie diese miteinander aufarbeiten.
Ich kann Oakfell Autumn Nights nur jedem ans Herz legen, der etwas fürs Herz mit viel Emotionen und einer richtig tollen Familie in einer noch tolleren Kleinstadt mit den besten Herbsttraditionen sucht.
Für mich ein kleines großes Highlight in diesem Herbst.