Die Handlung setzt nahtlos an die Ereignisse aus Band zwei an, wodurch ich keine Probleme hatte, wieder in die Geschichte zu finden. Man spürt von der ersten Seite an das Gefühlschaos, in dem Medra steckt. Auf der einen Seite ist sie wegen des Verrats von Blake und Professor Rodriguez wütend und man merkt, wie sehr ihr der Vertrauensbruch zusetzt. Auf der anderen Seite ist sie traurig und verletzt, dass ihre Freundin Florence sie meidet. Ich konnte ihre verschiedenen Gefühle meist nachvollziehen, ebenso ihre Reaktionen und Handlungen. Bei allem, was Medra durchmachen musste und auch in diesem Band wieder durchmacht, finde ich es bewundernswert, dass sie sich nie unterkriegen lässt. Sie kämpft für sich und für die Leute, an denen ihr etwas liegt, aber auch für Schwächere. Dadurch bringt sie sich immer wieder in viele brenzlige Situationen, bei denen ich nicht schnell genug weiterlesen konnte, weil ich unbedingt wissen wollte, wie sie ausgehen.
Gut finde ich, dass in diesem Band auch mal Florence und Regan zu Wort kommen. Regan war mir bis jetzt eher unsympathisch und groß geändert hat sich das auch in diesem Band nicht. Dennoch halfen mir die Kapitel aus ihrer Sicht, sie und ihre Handlungen ein wenig besser zu verstehen. Gut gefallen hat mir die Entwicklung, die sie im Laufe der Handlung macht. Viel interessanter fand ich die Kapitel aus der Sicht von Florence, die sehr damit zu kämpfen hat, die neue Drachenreiterin zu sein und mit einem Drachen reden zu können. Ich fand es interessant, wie sehr sich das Band zwischen Florence und Nyxaris von dem zwischen Medra und Nyxaris unterscheidet. Mir hat gefallen, wie das Band sowohl Florence als auch Nyxaris mit der Zeit verändert hat. Denn von beiden lernt man eine neue Seite kennen.
Für Spannung war ebenfalls gesorgt. Denn nicht nur, dass die Regeln für Seuchengeborene verschärft werden, mischt auch Victor natürlich wieder an vielen Stellen mit. Zudem verändert sich Blake immer mehr. Ich war gespannt, wann es herauskommt, dass ein Drache in ihm schlummert, was das für Konsequenzen haben wird und ob er es schafft, den Drachen loszuwerden oder zumindest zu bändigen. Zudem scheint eine Seuche unter den Highbloods umzugehen. Das alles sorgt dafür, dass die Lage immer angespannt wird und viele gefährliche Situationen auf Medra, Florence und alle anderen zukommen.
Fazit:
Ein gelungener dritter Band, in dem sich die Lage an der Bloodwing Academy immer weiter zuspitzt und Medra, Florence und alle anderen kaum durchatmen können. Ich habe sie alle wieder gern auf ihrem Weg begleitet, war gespannt, was alles passiert, und habe von der ersten Seite an mit ihnen mitgefiebert. Gefallen hat mir, dass Florence und Regan in einigen Kapiteln zu Wort kommen. Besonders interessant fand ich dabei die, in denen wir erfahren, wie es für Florence ist, mit dem Drachen Nyxaris verbunden zu sein, und wie dieses Band beide im Laufe der Handlung verändert. Nach den ganzen Ereignissen am Ende bin ich gespannt, wie es für alle weitergehen wird.