Das Cover dieses Buches ist einfach nur wunderschön und regt allein dadurch schon zum Lesen an. Mit 640 Seiten ist es auch eher ein längeres Buch, das mit dem Klappentext eine spannende Fantasystory mit drei Hauptcharakteren verspricht.
Der Beginn des Buches hat dabei einen guten Grundstein gelegt. Man lernt Toshiko kennen, die mit ihren zwei Geschwistern in der futuristischen Welt von Rainshadow City lebt. Die anderen zwei Protagonisten sind jedoch nicht die Geschwister, sondern der Kaiserinnensohn Haru und der Flüchtige Theo. Anfangs folgt man diesen dreien auf ihren jeweils eigenen Wegen. Diese Wege und ihre eigenen Geschichten sind unterhaltsam erzählt und lassen auf eine spannende Wendung der Story hoffen, wenn sie sich endlich begegnen.
Doch gerade dann fängt die Geschichte für mich an abzuflachen. Toshiko gibt es quasi immer nur im Dreierpack mit ihren Geschwistern, die zwar eigene Charakteristika haben, aber dennoch nur Nebencharaktere sind, die in der Geschichte irgendwie mitgeschleift werden müssen. Haru, der dagegen als spannender Charakter angefangen hat, verliert seinen diesen völlig, als er seinen Palast verlässt und plötzlich nicht mehr der Sohn der Kaiserin ist. Und Theo, der scheinbar eine spannende Gabe hat, darf diese immer nur nutzen, wenn er für andere etwas tun soll und verzettelt sich in seiner Loyalität. Von der reingeflanschten Lovestory und seiner Hintergrundgeschichte mal ganz abgesehen.
Der Plot an sich ist irgendwie unpassend. Einerseits haben wir ein Kaiserreich, andererseits Roboter wie in iRobot und dazu noch eine Untergrundorganisation a la Six of Crows.
Ich hatte mich hier auf eine spaßige Geschichte gefreut, doch ab der Hälfte war das Tempo so raus, dass mich die Story leider nicht mehr interessiert hat. Dazu waren die Charaktere zu eindimensional und wenig greifbar, als dass mich der Untergang der Rainshadow City noch interessiert hätte. Für weitere Bände bin ich leider raus.