Der neue Fall führt Professor Philipp Humboldt und seinen Freund, den Kripochef Armand Muzaton in die Finanzwelt. Der Gründer der Zurich Commodity Bank, Alexander von Wartburg, wird in seinem Büro ermordet aufgefunden, gerade als sie vom mächtigsten Technologiekonzern der Welt übernommen wird. Viele Indizien deuten auf einen bestimmten Täter, der zudem ein gutes Motiv hat.
Natürlich ist nichts so wie es scheint, was die beiden Freunde auch sehr schnell durchschauen. Auch in diesem Krimi sind die Protagonisten lebendig und authentisch beschrieben, so dass deutlich wird, wer wie einzuschätzen ist und welche Interessen er oder sie verfolgt. Hier bleiben vor allem Alexander von Humboldt und Imogen Monroe in Erinnerung. Der eine, weil er offensichtlich ein Gewissen hat, die andere wegen ihrer besonderen Eigenschaften.
Der Krimi ist kurzweilig geschrieben, private Einschübe tragen dazu bei. Das bedeutet jedoch nicht, dass es an Tiefe und hochaktuellen Themen mangelt, ganz im Gegenteil Es ist ein Krimi über Macht und Manipulation, über Verantwortung und Skrupellosigkeit. Geschickt schließt Russenberger am Ende den Kreis zum Prolog, der den Spannungsbogen bereits auf der erste Seite aufbaut und bis zur letzten Seite hält.
Fazit: ein vielschichtiger Krimi zu einem hochaktuellen Thema