"Zürich City" von Andreas Russenberger ist schon der 6. Teil der Reihe rund um Bankprofessor Philipp Humboldt und Kripochef Armand Muzaton. Gemeinsam mit den beiden Freunden ist man wieder in und um Zürich unterwegs, um ein Verbrechen aufzuklären.
Das Opfer ist dieses Mal der Gründer der Zurich Commodity Bank, die kurz vor ihrem Börsengang steht. Der scheinbar Schuldige, ein Menschenrechtsaktivist aus dem Kongo, verabredet mit dem Opfer, ist schnell gefunden und verurteilt. Alles, Videos und Tatwaffe, spricht gegen ihn und doch scheint hier etwas zu auffällig, zu glatt, zu passend.
Wenn man alle Teile der Reihe gelesen hat, kennt man sich in den Gepflogenheiten der beiden Freunde schon gut aus und verfolgt auch ihr Privatleben mit Interesse, das fühlt sich sehr vertraut an.
Der Teil ist aber auch gut einzeln lesbar, es ist ein in sich abgeschlossener Kriminalfall.
Ich mag den raffinierten Aufbau des Krimis, politisch brisant, aktuell und trotzdem sehr menschlich und immer mit einer Prise Humor. Auch der Standort Zürich passt sehr gut zum Geschehen, gerade im Bankenumfeld.
Man merkt auch, dass der Autor sich mit dem Thema gut auskennt, es wirkt alles sehr echt und glaubhaft.
Ich fand diesen Krimi sehr spannend, bis hin zu einer Auflösung, die noch einige kleine Überraschungen hatte.
Schon jetzt freue ich mich auf den nächsten Teil mit diesem außergewöhnlichen Ermittler-Duo.