Mir hat sehr gut gefallen, dass in diesem Roman mir nicht bekannte Dinge der Nachkriegsgeschichte erzählt wurden. Über das angespannte Verhältnis zwischen der Schweiz und den Vereinigten Staaten wusste ich bis jetzt nichts und fand diesen für mich neuem Blickwinkel sehr interessant. Dein Einstieg fand ich etwas langatmig, es gibt viele Details, die für die spätere Geschichte nicht relevant sind. So haben zum Beispiel die Schatzsuche und die Beschreibung der Nürnberger Prozesse den Zeitgeist vermittelt, wären in der Ausführlichkeit aber nicht notwendig gewesen. Den Absturz und die Situation der Abgestürzten sowie die Rettungsaktion fand ich so spannend geschrieben, dass ich das Buch nicht weglegen konnte. Die mutige Pionierleistung der Piloten und die Landung auf dem Gauligletscher werden sehr eindrücklich geschildert und haben mich dazu gebracht, die wahre Geschichte zu recherchieren. Die Romanfiguren fand ich gut getroffen, auch dass sich der Autor für eine junge Frau als Protagonistin entschieden hat, war eine gute Wahl. Die Liebesgeschichte war für meinen Geschmack etwas zu übertrieben, hat aber natürlich auch die Spannung befördert. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und auch gebildet, ich mache einen kleinen Abzug für die genannte Kritik und vergebe vier Sterne.