In letzter Zeit sind es bei mir öfters die Bücher, die ich eigentlich gar nicht lesen wollte, die mich besonders überraschen.
Der Debüt-Thriller von Patrick McGinley spielt auf dem Berliner Flughafen. Passagiere sind nach ihrem Flug völlig übermüdet und warten auf ihr Gepäck. Doch das Band bringt keinen Koffer zum Vorschein, sondern einen toten Mann umklammert mit einem Teddy. Seine Kehle ist durchgeschnitten. Als die Kriminalkommissarin Kim Sperling am Tatort eintrifft, wusste sie noch nicht, welcher rasante Ermittlungsfall auf sie wartet.
Bereits der Einstieg hat mir richtig gut gefallen und ich bin rasch in die Geschichte eingetaucht. Die Charaktere fand ich stark gezeichnet und die teilweise krassen Szenen hatten schon etwas von der Fernsehserie Alarm für Cobra 11. Ich hatte sofort zum Ermittlerteam eine starke Bindung und fieberte richtig bei den Ermittlungen mit. Kurze Kapital, rasches Erzähltempo und eine Ermittlerin, die oft Alleingänge macht, sorgten für spannende und nervenzerreisende Lesestunden. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und es war für mich das überraschendste Thriller-Debüt 2026 bisher. Somit gibt es von mit 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.