Inhalt: Als Connie mitten in der Nacht aus ihrem Bett geholt wird und in der Silver Lake Academy landet, einer Anstalt für schwierige Jugendliche, versteht sie die Welt nicht mehr. Hier herrschen strenge Regeln, Disziplin und ein Levelsystem, das über die Hierarchie innerhalb der Academy entscheidet. Wer wieder nach Hause möchte, muss sich die einzelnen Level hocharbeiten und genau das tun, was die Betreuer von ihm verlangen.
Doch dann findet Connie heraus, dass das Mädchen, das vorher in ihrem Bett geschlafen hat, spurlos verschwunden ist. Und je mehr sie über Belle herausfindet, desto weniger kann Connie die Sache einfach auf sich beruhen lassen. Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und gerät dabei immer tiefer in einen Strudel aus Misstrauen, Angst und Schuldgefühlen.
Meinung: Gone for Good ist ein spannender Jugendthriller mit vielen Wendungen, der gleichzeitig ernste Themen behandelt. Denn neben dem mysteriösen Verschwinden geht es vor allem auch um Verlust und Trauer.
Im Mittelpunkt steht Connie, deren Welt nach dem Tod ihrer Mutter völlig aus den Fugen geraten ist. Während ihre Schwester und ihr Vater versuchen, mit ihrem Leben weiterzumachen, steckt Connie mitten in ihrer Trauer fest. Besonders von ihrer zukünftigen Stiefmutter fühlt sie sich überhaupt nicht verstanden. Und so landet sie schließlich in Silver Lake, einer Hochsicherheitsanstalt für Jugendliche, die wieder auf den richtigen Weg gebracht werden sollen. Die Jugendlichen werden gedrillt und nach strengen Regeln umerzogen.
Doch das Verschwinden von Belle, dem Mädchen, das vor Connie in ihrem Bett geschlafen hat und ihr erstaunlich ähnlich sah, lässt sie einfach nicht los. Connie beginnt, Fragen zu stellen und eigene Nachforschungen anzustellen. Und schon bald stellt sich die Frage: Wem kann sie hier eigentlich noch vertrauen? Denn praktisch jeder scheint etwas zu verbergen und irgendwann ist jeder einmal verdächtig.
Connie hat mir als Hauptfigur sehr gut gefallen. Vor allem ihre Trauer konnte ich gut nachvollziehen und ich fand es schön, dass dieser Teil ihrer Geschichte so viel Raum bekommen hat. Aber auch die anderen Figuren fand ich interessant und gut ausgearbeitet. Da wäre zum Beispiel die erst zwölfjährige Nina, die kein Wort spricht, oder Florence, die bereits ein hohes Level erreicht hat und alles dafür tun würde, endlich wieder nach Hause zu kommen. Außerdem gibt es noch die Influencerin Starlee und den coolen Aaron, zu dem sich Connie schon bald hingezogen fühlt.
Die Geschichte ist durchgehend spannend und durch Rückblenden lernen wir nach und nach Belle kennen und erfahren mehr darüber, was mit ihr geschehen ist. Dabei gibt es immer wieder neue Hinweise und überraschende Wendungen. Ich hatte mehr als einmal einen Verdacht und lag dann doch wieder falsch. Genau das hat für mich den Reiz der Geschichte ausgemacht.
Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen und besonders die Mischung aus spannender Suche, Geheimnissen und den ernsteren Themen konnte mich überzeugen. Deshalb kann ich Gone for Good allen empfehlen, die gerne spannende Jugendthriller lesen und dabei nicht auf etwas Tiefgang verzichten möchten.
Fazit: Ein gelungener Jugendthriller mit vielen Wendungen, interessanten Figuren und ernsten Themen rund um Verlust und Trauer. Spannend, mysteriös und definitiv eine Empfehlung wert.