Mit Mord ohne Vorwort habe ich mein erstes Buch von Freya Sampson gelesen und ich war schon nach wenigen Seiten komplett begeistert. Die Geschichte hat mich sofort mit ihrer warmen, charmanten Atmosphäre abgeholt und ich habe mich in St. Tredock direkt wie zu Hause gefühlt.
Im Mittelpunkt steht Nova, die den Buchclub des kleinen Küstenortes leitet. Als ein neues Mitglied plötzlich verschwindet, kurz darauf eine Frau tot aufgefunden wird und außerdem 10.000 Pfund aus dem Gemeindezentrum fehlen, beschließt der Buchclub kurzerhand selbst zu ermitteln. Dabei wird schnell klar, dass hinter dem scheinbar ruhigen Dorf mehr Geheimnisse stecken, als zunächst vermutet.
Was mir besonders gefallen hat, waren die Figuren. Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und passen trotzdem wunderbar zusammen. Jeder bringt seine eigene Persönlichkeit, seine Eigenheiten und seinen Lieblingsbuchgeschmack mit ein, wodurch eine unglaublich sympathische Dynamik entsteht. Vor allem Phyllis habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ihre Begeisterung für Miss Marple und ihre ganz eigene Art zu ermitteln haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht und ich konnte ihre Liebe zu Agatha Christie absolut nachvollziehen.
Ich liebe Cosy Crimes und dieses Buch hat für mich genau das geliefert, was ich mir von diesem Genre wünsche: britischen Humor, einen spannenden Kriminalfall, skurrile Dorfbewohner, unterhaltsame Dialoge und eine Geschichte, die einfach Spaß macht. Dabei steht weniger rasante Spannung im Vordergrund als das gemütliche Miträtseln und das Zusammenspiel der Figuren.
Freya Sampson hat mich mit ihrem Schreibstil vollkommen überzeugt. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, versprüht jede Menge Charme und schafft eine echte Wohlfühlatmosphäre. Für mich war dieses Buch eine wunderbare Mischung aus Krimi, Humor und Herzenswärme und ganz sicher nicht mein letztes der Autorin.