Worum geht's?
Es geht um einen bereits etwas älteren Ermittler (DC Smith), der den scheinbar einfachen Fall eines jungen, toten Mannes zu den Akten legen soll. Mit der Zeit wird jedoch klar, dass hier gar nichts einfach ist, und die Ermittlungen nehmen ihren Lauf.
Während des Lesens habe ich selbst verschiedene Theorien aufgestellt, was passiert sein könnte. Am Ende war ich jedoch überrascht die Auflösung war für mich nicht vorhersehbar.
Im Verlauf des Buches werden zudem immer wieder gesellschaftskritische Themen aufgegriffen, die sehr sensibel behandelt werden. Auch wenn das Buch schon etwas älter ist, haben die angesprochenen Themen auch heute noch Aktualität und Konfliktpotenzial.
Das Cover
Das Cover fand ich vor dem Lesen recht unscheinbar. Nach dem Lesen muss ich jedoch sagen, dass es die Stimmung des Buches sehr gut einfängt.
Den Titel hingegen finde ich etwas unglücklich gewählt. Den Originaltitel (An Accidental Death) empfinde ich als deutlich passender aber unpassende Übersetzungen deutscher Buchtitel sind ja nichts Unbekanntes. ;)
Zusätzliche Angaben
Bei dem Buch handelt es sich um den ersten Teil einer Buchreihe, deren Fälle alle vom Ermittler DC Smith handeln.
Die Reihe ist bereits etwas älter, wird aber erst jetzt nach und nach ins Deutsche übersetzt.
Schreibstil
Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm, abwechslungsreich und flüssig empfunden. Ich habe das Buch innerhalb von drei Tagen am Stück durchgelesen, und die Seiten flogen nur so dahin.
Meist kommt zu Beginn eines neuen Kapitels eine neue Figur oder eine andere Perspektive hinzu. Überwiegend erleben wir die Handlung jedoch aus der Sicht und den Gedanken des Ermittlers.
Charaktere
Ich mag den Hauptcharakter DC Smith sehr gerne. Einerseits ist er sehr genau und akribisch, andererseits auch unkonventionell, und manchmal umgibt ihn eine gewisse Melancholie. Dabei ist er nicht der klischeehafte Bad-Boy-Ermittler mit Substanzabhängigkeit, wie man ihn aus vielen anderen Büchern kennt. DC Smith ist einfach nahbar und sympathisch.
Der Roman spielt Anfang der 2010er-Jahre, und man merkt dem Ermittler an, dass er mit einigen Modernisierungen nicht gut zurechtkommt. Gleichzeitig bemüht er sich, sich anzupassen und sinnvolle beziehungsweise hilfreiche Neuerungen in seinen Arbeitsalltag zu integrieren.
Ähnlich würde ich auch die Beziehung zum wichtigsten Nebencharakter Waters beschreiben, die im Laufe des Buches eine sehr schöne Entwicklung durchmacht.
Bereits in den ersten Kapiteln merkt man außerdem, dass DC Smith eine Vorgeschichte hat, die im ersten Band noch nicht vollständig enthüllt wird. Dadurch habe ich noch mehr Lust bekommen, die anderen Bücher der Reihe zu lesen.
Fazit
Das Lesen hat sich hier definitiv gelohnt! Zu keinem Zeitpunkt kam Langeweile auf. Die restlichen Bücher der Reihe stehen bereits auf meiner Wunschliste.