Laura Clark ist eigentlich immer da, wenn sie gebraucht wird und sie wird oft gebraucht! Meistens wissen die Menschen, denen sie nicht nur mit ihrer schier unermüdlichen Arbeitskraft, ihren Ratschlägen und ihren unerschöpflichen Zuwendungen zur Seite steht, gar nicht, dass sie es ist, die alles am Laufen hält. Doch nun ist Laura selbst an ihre Grenzen gestoßen! Sie bricht aus aus dem normalen Alltagswahnsinn, in dem sich alles um Andere und nie um Laura dreht. Viel zu spät merken die Arbeitskollegen, ihr Mann, ihre Tochter und auch ihre beste Freundin Ruth, dass sie unersetzlich scheint, dass ohne sie alles zusammenbricht
Helen Russell erzählt diese Geschichte mit viel Humor, Selbstironie und einer wunderbaren Leichtigkeit. Ich musste immer wieder schmunzeln und habe mich gleichzeitig an der einen oder anderen Stelle ertappt gefühlt. Denn hinter den amüsanten Situationen stecken durchaus ernstere Fragen: Was wollen wir eigentlich wirklich? Wie viel unseres Lebens richten wir nach den Erwartungen anderer aus? Und was passiert, wenn wir einfach einmal den Mut haben, auszubrechen?
Für mich hatte das Buch etwas Befreiendes. Es macht Lust darauf, eingefahrene Gewohnheiten zu hinterfragen und sich selbst wieder ein bisschen wichtiger zu nehmen. Dabei wirkt es nie belehrend, sondern bleibt unterhaltsam, charmant und herrlich menschlich.
Der Klappentext beginnt mit Wo ist Laura? aber eine Frage, die sich mir immer wieder stellte, je tiefer ich in dieses Buch eintauchte, war Wer ist Laura? Und trägt sie nun eine Brille oder nicht? Ihr werdet meine Fragen verstehen, wenn ihr die Story gelesen habt. Humor verbunden mit unerwartetem Tiefgang, ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Mann, bin ich stolz auf dich, Laura you are my hero!