Als zwei Teenager sich zu einem zärtlichen Rendezvous in den Dünen in der Nähe des Campingplatzes de Greveling niederlassen, stolpern sie im wahrsten Sinne der Bedeutung über einen Toten. Inspecteur Piet van Hoevenkamp übernimmt die Ermittlungen. Der Tote ist der Belgier Demontent, der für eine Firma die Campinghäuser baut, verschiedene Campingplätze aufkauft. Auch mit de Greveling sind Gespräche geführt worden und auf einer Veranstaltung wurde das Konzept bereits vorgestellt. Das betrifft natürlich auch die fünf deutschen Familien, die schon seit Jahren Dauercamper auf diesem Platz sind. Sie machen den Belgier für das Sterben der Campingplätze verantwortlich, aber recht das aus, um ihn umzubringen?
Der Camping-Krimi Die kalte Hand des Campingkillers von Bernd Stelter ist der fünfte Band aus dieser Reihe, die auf dem Campinplatz de Greveling in der Nähe von Walcherem spielt. Die Hauptpersonen sind Piet und seine Kollegin Annemieke von der Polizei und dann noch die fünf Erben Poirots, die deutschen Touristen. Es gelingt dem Autor sehr gut die verschiedenen Sichtweisen der handelnden Personen zusammenzubringen. In diesem Krimi zeigt auch Piet seine romantische Seite, denn seine Freundin Isabelle zeigt sich an seiner Seite. Da sie auch irgendwie mit den Campingplätzen zu tun hat, kommt in die Ermittlung eine neue Betrachtungsweise zum Tragen. Der Autor hat einen sehr freundlichen und bildhaften Sprachstil und man kann sich die Situation in diesem Krimi bildlich vorstellen. Das Leben der Camper und die Ermittlungen der Polizei. Und Hauptsache ist immer, dass das belgische Abteibier am Ende des Tages die Synapsen nicht einrosten lässt. Das Aufteile der einzelnen Kapitel hilft dem Leser die Orientierung nicht zu verlieren, aber auch die Spannung ein wenig abzuschieben. Der Spannungsbogen ist gut bis zum Ende entwickelt.
Ich mag die Art wie der Autor diesen Krimi schreibt und man merkt ihm den Comedian an. Er schreibt heitere Morde, die aber nicht ohne Spannung sind. Auch die Story ist gut nachzuvollziehen, denn diese Situation des Verkaufs und das Verschwinden von Dauergästen zugunsten von festen Häusern ist leicht vorstellbar. Ich kann diesen Krimi gut weiterempfehlen.