
Kann es denn wahr sein, dass ein Halbstarker, ein Rowdy, ein Proll nicht nur bis in die höchste Machtzentrale vordringt, sondern sich dort auch hält? Oder hat sich das jemand ausgedacht? Aber wer? Jemand, der von seiner Mutter für talentlos gehalten wird und dessen Vater wegen der Veröffentlichung eines kritischen Texts seinen Posten verliert, ein Autor, der niemals so radikal wie seine Schwester sein wird, die dem postsowjetischen Russland mithilfe der Pornografie den Spiegel vorhält, und der trotzdem mehr als einmal aus dem Schriftstellerverband fliegt und heute im Exil in Deutschland lebt. Jemand, dem es freisteht, sich durch Zeit und Raum zu bewegen, Figuren auf- und abtreten zu lassen, Dinge dazuzuerfinden und Erlebtes, Gehörtes und Gesehenes als Schwindel zu entlarven. Jemand wie Viktor Jerofejew, der mit
Der Große Gopnik
nicht weniger als eine rasante, ironische, zuweilen auch zynische literarische Erklärung der Gegenwart wagt, in der sich Stalin, Putin und die Eltern des Schriftstellers, dessen Kollegen und Frauen wie zum Abendessen an einem Tisch wiederfinden, um die eine unlösbare Frage zu stellen: Wie konnte es nur so weit kommen?
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