Mit La mia ombra beginnt die neue Dark-Mafia-Romance-Reihe Ombra.Luce.Verità. Es ist zugleich der Debütroman der Autorin und im Schreibstübchen schlummert noch einiges.
Diese Story setzt direkt ein. Aurelia Martinelli (26) begibt sich für geschäftliches Handel von Sizilien nach Neapel, um den dortigen Capo Samuele Sorrentino (29) zu treffen. Er ist ein Mann aus ihrer Vergangenheit und ihr Vater hat dieses Treffen lediglich inziniert. Samuele nimmt sie mit in sein Reich und hat auch nicht vor sie wieder gehen zu lassen. Es sind 10 Jahre seit ihrem letzten Aufeinandertreffen vergangen und beiden brach es damals das Herz. Doch nun ist die Zeit gekommen, diesen Fehler wieder auszumerzen. Doch etwas stimmt nicht. Die italienische Mafia wird hintergangen und die Suche nach dem Feind beginnt. Das Ende ist schon fies, doch die Autorin macht Hoffnung auf eine vielversprechende Fortsetzung.
Der Ablauf ist schnelllebig, er steht nicht still, es ist durchweg aufregend, leidenschaftlich und einfach fesselnd. Der Hinterhalt steht ständig im Nacken und ein Handeln ist unabwendbar. Die Sinnlichkeit hält sich ausgewogen zum Rest der Handlung. Die knisternde und explosive Atmosphäre bestimmen den Verlauf. Auf die Charaktere und ihre Hintergründe wird ausreichend eingegangen. Die Handlung steht fest in der Hand der Mafia und ich liebe das italienische Temperament, welches greifbar nah ist. Es ist machtvoll, aufregend und gefährlich. Die Charaktere handeln authentisch und sind pure Leidenschaft auf jeder Linie. Es ist erschreckend ehrlich. Tiefe Gefühle, Narben und echte Charaktere kommen zum Vorschein.
Der Schreibstil ist sehr angenehm direkt und vor allem liest es sich einnehmend, spannend, fesselnd und die Gefühle sind on Point. Die Dynamik zwischen den Hauptprotagonisten ist herrlich abgestimmt und bringt einen zum schmunzeln und zeigt auch seine emotional Seite. Die Geschichte wird aus beiden Sichtweisen in der Ich-Perspektive wiedergegeben. Die einzelnen Kapitel habe eine unterschiedliche Leselänge.
Das Buchcover zeigt sich in dunkel wie die Nacht mit einem auffälligen Farbtupfer und einer deutlichen Aussage. Im Inneren befinden sich auch passende Kapitelzierden.
Warum muss es dann so schwer sein? Meine Stimme ist gedämpft, fast ein Flüstern. Weil das hier kein Märchen ist. Und wenn es eins wäre, dann wäre es düster und grausam. Das sind Märchen immer. Ich hasse Märchen.
Mein Fazit: Eine Dark-Mafia-Romance, die leidenschaftlich brodelt, nicht nur spielt, sondern auch bitter ernst ist und man sich freut mehr davon zu bekommen.