
Pjotr Pawlenski hat die Gewalt des Staates zu seinem Material gemacht. In seiner Theorie der Subjekt-Objekt-Kunst legt er dem Leser die Ursachen und Mechanismen eines paradoxen künstlerischen Phänomens offen. Pawlenski fragt, was Kunst sein kann, wenn sie nicht mehr bequem und nützlich, sondern wahrhaft unabhängig sein soll. Seine Theorie beschreibt ein Handeln, das den Machtapparat selbst zum Teil des Kunstwerks macht - ein Spiegel, in dem sich Herrschaft und Freiheit begegnen. In der Linie der großen Avantgarden stehend, ist Pawlenski ganz im Heute verankert und denkt Kunst als Widerlegung von Dogmen, als Bewegung des Denkens und der Tat. Wer dieses Buch liest, sieht: Die Grenzen zwischen Künstler und Staat, zwischen Subjekt und Objekt sind weniger fest, als wir glauben.
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