Ein leider nur allzu aktuelles, verstörend eindrückliches Meisterwerk, mehrfach verfilmt, bis heute nicht nur, aber auch Schullektüre. Mit Anmerkungen, einem einordnenden Nachwort und Zeittafel von Guntram Zürn.
Eine Jugend, die überfordert ist von der Propaganda, die ihr aus den neuen Massenmedien entgegenschallt, von Krisen, die allerorten beschrien werden, von einer von Ideologie und Rassismus durchdrungenen Gesellschaft, von ihrerseits überforderten Erwachsenen kommt einem verdächtig bekannt vor? Es geht bei Ödön von Horváth nicht um unsere heutige Jugend und die Sozialen Medien. Jugend ohne Gott spielt zwischen 1934 und 1936 und es dreht sich nicht nur um die Frage, wer den Schüler N ermordet hat, sondern vor allem um eine gedankenlose, verrohte Generation, die, umgeben von menschenverachtender Propaganda, Moral und Menschlichkeit den Kampf angesagt hat.
Ein leider nur allzu aktuelles, verstörend eindrückliches Meisterwerk, mehrfach verfilmt, bis heute nicht nur, aber auch Schullektüre. Mit Anmerkungen, einem einordnenden Nachwort und Zeittafel von Guntram Zürn.