Frieden ist das Gegenteil von Hysterie, blindem Aktivismus, Eskalationsrhetorik und Aufrüstungswahn. Er verlangt Klarheit über Risiken, politische Stärke, das Überwinden ideologischer Narrative und den Mut zum Dialog.
In ihrem neuen Buch suchen Klaus von Dohnanyi und Erich Vad nach Wegen aus der Gefahr hin zum Frieden. Sie plädieren für rationalen Gefahrensinn und politische Klugheit - auf der Grundlage eines nüchternen Verständnisses von Geopolitik und Macht.
Denn Frieden entsteht durch Augenmaß und Vernunft. Wer Krieg führt, muss den Frieden danach bereits mitdenken - und darf den Gegner vor allem nicht mit jakobinischem Eifer vernichten wollen, wenn er ihn später als Verhandlungspartner braucht. Krieg und Frieden sind, wie Clausewitz festhielt, untrennbar miteinander verbunden.