Der neuverfilmte Klassiker von Albert Camus: ein literarisches Monument, dessen Gedanken über Moral und Gerechtigkeit bis heute nachhallen.
"Mir wurde klar, dass ich das Gleichgewicht des Tages zerstört hatte, die außergewöhnliche Stille eines Strandes, an dem ich glücklich gewesen war. Da habe ich noch viermal auf einen leblosen Körper geschossen, in den die Kugeln eindrangen, ohne dass man es ihm ansah. Und es war wie vier kurze Schläge, mit denen ich an das Tor des Unglücks hämmerte."
Meursault, ein unscheinbarer Büroangestellter in Algier, tötet an einem sonnendurchfluteten Strand einen Mann. Vor Gericht schockiert nicht die Tat an sich, sondern Meursaults kühle Gleichgültigkeit. Er weinte nicht am Grab seiner Mutter, geht danach eine Affäre ein und empfindet weder Reue noch tiefe Trauer. Die Gesellschaft verurteilt ihn nicht nur für den Mord, sondern für seine Weigerung, sich den etablierten Gefühlswelten und Regeln anzupassen.
Ein zeitloses Plädoyer für Authentizität in einer Welt voller vorgetäuschter Emotionen, dessen glasklare Sprache und provokante Philosophie aktueller sind denn je.