Gottfried Kellers "Der grüne Heinrich" ist einer der bedeutendsten Bildungsromane der deutschsprachigen Literatur und zugleich Kellers persönlichstes Werk. Erzählt wird das Leben Heinrich Lees, genannt "der grüne Heinrich" nach den aus der grünen Uniform seines verstorbenen Vaters gefertigten Kleidern. Getrieben von dem Traum, Maler zu werden, verlässt der junge Heinrich seine Schweizer Heimat und geht nach München. Doch zwischen künstlerischem Anspruch und der Wirklichkeit, zwischen der zarten Anna und der lebensklugen Judith, zwischen Selbstverwirklichung und Verantwortung gerät sein Weg ins Wanken.
In der vorliegenden Zweiten Fassung (1879/80) hat Keller seinen Roman grundlegend überarbeitet und ihm einen versöhnlicheren Schluss gegeben. Ungekürzt gelesen von Hans Jochim Schmidt ein großes Stück Schweizer und europäischer Erzählkunst.