In "Über Anmut und Würde" (1793) entwickelt Friedrich Schiller eine seiner zentralen ästhetischen Ideen: das Ideal der "schönen Seele", in der sinnliche Neigung und sittliche Pflicht zur Übereinstimmung finden. Anmut zeigt sich, wo das Sittliche zur zweiten Natur geworden ist; Würde, wo der Mensch im Leiden seine sittliche Freiheit behauptet. In Auseinandersetzung mit Kant entwirft Schiller ein Menschenbild, in dem Schönheit und Freiheit zusammengehören.
Eine glänzend geschriebene, bis heute anregende Schrift Schlüsseltext der Weimarer Klassik und der deutschen Ästhetik.
Hans Jochim Schmidt liest die vollständige Abhandlung, ungekürzt, rund 2, 5 Stunden. (Die Fußnoten der Textvorlage werden nicht mitgelesen.)