Anspruchsvolles Verwirrspiel
Dieses Buch ist der reinste Irrgarten, und man sollte sich nur darauf einlassen, wenn man es, der besseren Übersicht halber, als gedruckten Text im Regal stehen hat. Auch sollte man einigermaßen vertraut sein mit den Eigentümlichkeiten der klassischen Literatursprache um 1800, die reich gespickt ist mit längst verschollenen Ausdrücken und mancherlei, besonders französischen, Fremdwörtern.
Hat man aber eine ungefähre Vorstellung darüber, wohin die Reise geht, so darf man getrost einsteigen und mitfahren holterdipolter ins Blaue hinein. Es wird abenteuerlich zugehen, zuweilen besinnlich, oft komisch oder gar satirisch, doch der eigentliche Wert des Buches erschließt sich nur den Lesern/Hörern, die Freude haben an dieser ganz besonderen Sprache.
Es ist Hans Jochim Schmit hoch anzurechnen, dass er sich auf dieses Wagnis eingelassen hat.
(Nur nebenbei gesagt, mir geht es meist etwas zu langsam, die Sache bekommt mehr Schwung, wenn man die Vortragsgeschwindigkeit auf 1, 5 einstellt.)