
Wie Identitätspolitik die Demokratie lähmt - und warum wir die Aufklärung nicht aufgeben dürfen.
Liberale Demokratien stecken in der Zwickmühle: Aufklärerische Werte wie Freiheit, Gleichheit und Vernunft werden nicht mehr verteidigt, sondern als Instrumente der Herrschaft verdächtigt oder als Identitätsmarker vereinnahmt. Rechte Populisten demontieren im Namen des »Volkswillens« Institutionen, während Teile der Linken universalistische Argumente durch Zugehörigkeitspolitik ersetzen. Beide Bewegungen teilen eine gemeinsame Grundhaltung: Sie opfern das aufklärerische Erbe zugunsten partikularistischer Identität. Christian Lammert und Boris Vormann zeigen, wie Sicherheit ethnisiert, Gleichheit national verengt, Freiheit privatisiert und Vernunft fragmentiert wird - und warum das demokratische Politik lähmt.
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