Diese Serie von der Erfolgsschriftstellerin Viola Maybach knüpft an die bereits erschienenen Dr. Laurin-Romane von Patricia Vandenberg an.
Die Familiengeschichte des Klinikchefs Dr. Leon Laurin tritt in eine neue Phase, die in die heutige moderne Lebenswelt passt.
Da die vier Kinder der Familie Laurin langsam heranwachsen, möchte Dr. Laurins Frau, Dr. Antonia Laurin, endlich wieder als Kinderärztin arbeiten. Somit wird Antonia in der Privatklinik ihres Mannes eine Praxis als Kinderärztin aufmachen.
Damit ist der Boden bereitet für eine große, faszinierende Arztserie, die das Spektrum um den charismatischen Dr. Laurin entscheidend erweitert.
Als Alissa Moor sich auf ihren Fensterplatz im ICE-Großraumwagen von Hamburg nach München setzte, sah sie zu ihrem Bedauern, dass der Platz neben ihr auch reserviert war - und zwar ebenfalls bis München. Sie hatte gehofft, sich auf zwei Sitzen bequem einrichten zu können, aber natürlich gleich befürchtet, dass es auch dieses Mal wieder nicht klappen würde. Manchmal allerdings kam es ja vor, dass Leute ihre Platzreservierung verfallen ließen. Vielleicht also hatte sie doch noch Glück. Sie hatte sich extra für den Montag als Rückreisetag entschieden, in der Hoffnung, dass es dann weniger voll sein würde als am Sonntagabend. Aber sie sah schon, dass bereits jetzt fast jeder Platz besetzt war. Als ein sehr dicker Mann schnaufend und schwitzend neben ihr stehenblieb und auf seiner Fahrkarte nach der richtigen Platznummer suchte, hielt sie unwillkürlich den Atem an. Es war ohnehin schon so eng, und der Mann brauchte eigentlich zwei Plätze. Neben ihm zu sitzen würde bedeuten, dass sie sich stundenlang nicht würde rühren können. Aber der Mann ging weiter, und sie atmete auf. Er hatte nett und ein bisschen unglücklich ausgesehen, wahrscheinlich wusste er, dass sich niemand wünschte, neben ihm zu sitzen. Unwillkürlich bekam sie Mitleid mit ihm und schämte sich ihres Wunsches, er möge nicht ausgerechnet den Platz neben ihr gebucht haben. Sie warf einen weiteren Blick auf die Uhr. Noch knapp zwei Minuten bis zur Abfahrt, die letzten Passagiere wurden aufgefordert, einzusteigen. Wenn die Person neben ihr die Reservierung noch in Anspruch nehmen wollte, musste sie sich allmählich beeilen. Sie hörte eilige Schritte hinter sich, nachdem die automatische Tür sich ein weiteres Mal geöffnet hatte. Gleich darauf tauchte ein Mann ihres Alters neben ihr auf und grinste auf sie und ihre Tasche auf seinem Sitzplatz herunter. »Tut mir leid, aber ich möchte mich ungern auf deine Tasche setzen«, sagte er. »Du hast wahrscheinlich gehofft, dass der Platz frei bleibt, oder? «