Seit 29 Jahren spiele ich Theater. Viele Bühnen, viele Regisseure und Kollegen, viele Stücke. Viel Shakespeare, kleine Rollen, große Rollen. Irgendwann kommen Theater und Publikum in eine Behäbigkeit, die unsere Jungregisseure mit sensationellen und obszönen Gags und Aktualisierungen überwinden wollen. Jetzt hat mir meine Gefährtin den Kölsch in die Hand gedrückt. Eine neue Dimension des Zugangs zu Shakespeare. Es ist eine pausenlos überraschende Entdeckungsgreise durch altbekannte Stücke, die den modischen Inszenierungskitsch und Hokuspokus ad absurdum führt. Ein (leider nicht dickes) Buch für Regisseure und Schauspieler. Und für das Publikum, natürlich.