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Die schwarze Seele des Sommers

Commissario Montalbanos zehnter Fall. Roman.
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Produktdetails

Titel: Die schwarze Seele des Sommers
Autor/en: Andrea Camilleri

EAN: 9783838703237
Format:  EPUB ohne DRM
Commissario Montalbanos zehnter Fall. Roman.
Übersetzt von Moshe Kahn
Bastei Entertainment

21. Juni 2010 - epub eBook - 288 Seiten

Sizilianische Sommer sind heiß - und mörderisch, wenn man der Wahrheit zu nahe kommt Alle machen Urlaub - bis auf Commissario Montalbano.

Als er auf der Suche nach einem vermissten Feriengast eine alte Villa durchforstet, macht er eine grauenvolle Entdeckung: In einem Koffer findet er die Leiche einer Frau, die seit Jahren als vermisst gilt. Kurz darauf nimmt eine geheimnisvolle Unbekannte Kontakt zu ihm auf, die der Toten zum Verwechseln ähnlich sieht ...
Andrea Camilleri, 1925 in dem sizilianischen Küstenstädtchen Porto Empedocle (Provinz Agrigento) geboren, arbeitete lange Jahre als Essayist, Drehbuchautor und Regisseur sowie als Dozent an der Accademia d¿arte drammatica Silvio D¿Amico in Rom. Dort lebt er mit seiner Frau Rosetta in dem Stadtteil Trastevere im Obergeschoss eines schmucken Palazzo, wobei er seinen Zweitwohnsitz in Porto Empedocle in Sizilien nie aufgegeben hat. Sein literarisches Werk, in dem er sich vornehmlich mit seiner Heimat Sizilien auseinandersetzt, umfasst mehrere historische Romane sowie Kriminalromane. In seinem Heimatland Italien bricht er seit Jahren alle Verkaufsrekorde und hat auch bei uns ein begeistertes Publikum gefunden. Mit den Romanen um den Commissario Salvo Montalbano eroberte er auch die deutschen Leser im Sturm, und seine Hauptfigur gilt inzwischen weltweit als Inbegriff für sizilianische Lebensart, einfallsreiche Kriminalistik und südländischen Charme und Humor.

Eins


Er schlief so fest, dass ihn nicht einmal Kanonendonner hätte aufwecken können. Das heißt, Kanonendonner zwar nicht, wohl aber das Klingeln des Telefons.

Ein Mensch, der in unseren Tagen in einem zivilisierten Land wie dem unseren (haha!) sein Leben fristet, hält, wenn er mitten im Schlaf Geschützfeuer wahrnimmt, dieses mit Sicherheit für ein Gewitter, für Salven beim Fest des Schutzheiligen oder für Möbelrücken bei den netten jungen Leuten eine Etage höher und schläft wunderbar weiter. Doch das Läuten des Telefons, der Klingelton des Handys, die Türglocke, nein, die nicht, die sind allesamt Klänge von Lockrufen, bei denen der zivilisierte Mensch (haha!) gar nicht anders kann, als aus den Tiefen des Schlafs auf sie zu reagieren und zu antworten.

Und folglich richtete Montalbano sich im Bett auf, sah auf die Uhr, blickte zum Fenster, begriff, dass es sehr heiß werden würde, und ging ins Esszimmer, wo das Telefon wie wild klingelte.

»Salvo, wo warst du denn? Seit einer halben Stunde versuche ich dich zu erreichen!«

»’tschuldige, Livia, ich war unter der Dusche und hab nichts gehört.«

Erste Lüge des Tages.

Wieso hatte er gelogen? Weil er sich schämte, Livia zu sagen, dass er noch geschlafen hatte, oder weil er nicht wollte, dass sie sich Sorgen machte, wenn er ihr sagte, dass er von diesem Anruf aufgeweckt worden war? Wer weiß.

»Hast du dir die Villetta angesehen?«

»Also wirklich, Livia! Es ist doch gerade mal acht Uhr!«

»Tut mir leid, aber ich würde einfach so gern wissen, ob sie überhaupt in Frage kommt …«

Die Sache hatte vor zwei Wochen angefangen, als er sich genötigt sah, Livia mitzuteilen, dass er in der ersten Augusthälfte, anders als geplant, nicht von Vigàta weg
konnte, weil Mimì Augello wegen irgendwelcher Probleme, die bei seinen Schwiegereltern aufgetreten waren, seinen Urlaub früher nehmen musste. Das wirkte sich dann aber doch nicht so verheerend aus, wie er befürchtet hatte. Livia mochte Beba, Mimìs Frau, und auch Mimì selbst. Sie hatte zwar ein bisschen herumgequengelt, das schon, aber Montalbano war überzeugt, dass die Angelegenheit damit erledigt war. Doch er irrte sich, und zwar gründlich. Während des Telefongesprächs am folgenden Abend war Livia nämlich ganz unerwartet mit einem Plan herausgerückt.

»Such ganz schnell ein Haus, zwei Schlafzimmer und ein Wohnzimmer, direkt am Meer, irgendwo da in der Gegend.«

»Ich versteh nicht recht. Müssen wir etwa von Marinella wegziehen?«

»Wie dumm du dich doch anstellst, Salvo, wenn du den Dummen spielst! Ich hab von einem Haus für Laura, ihren Mann und ihr Kind geredet.«

Laura war Livias beste Freundin und engste Vertraute in allen Lebenslagen.

»Kommen sie her?«

»Ja. Hast du was dagegen?«

»Überhaupt nichts, du weißt doch, dass ich Laura und ihren Mann sympathisch finde, allerdings …«

»Erklär mir dieses ›allerdings‹.«

Mein Gott, wie viel Aufhebens!

»Ich dachte nur, dass wir endlich mal ein bisschen mehr Zeit für uns allein haben würden und …«

»Hahaha!«

Ein Lachen wie das von der bösen Stiefmutter in »Schneewittchen und die sieben Zwerge«.

»Und was soll jetzt dieses Lachen?«

»Weil du doch genau weißt, dass lediglich ich es bin, die hier Zeit für sich allein hat, verstehst du, während du dich den ganzen Tag und vielleicht auch noch die Nacht im Kommissariat hinter dem neuesten Mordfall verschanzt!«


»Ach, komm schon, Livia! Hier, im August, bei dieser Hitze, warten auch die Mörder ab, bis es Herbst wird.«

»Soll das ein Witz sein? Soll ich jetzt lachen?«

Und so hatte die lange Suche nach einem Haus begonnen, unterstützt durch die wenig zielführende Hilfe von Catarella.

»Dottori, ich hätte da eine Wohnung gefunden, wie Sie eine suchen, im Ortsteil Pezzodipane.«

»Aber der Ortsteil Pezzodipane liegt doch zehn Kilometer vom Meer entfernt!«

»Das stimmt zwar, aber dafür gibt’s da einen künstlichen See.«

Oder:

»Livia, ich hätte da eine wirklich hübsche kleine Wohnung in einer Art Wohnanlage, die liegt dort, wo …«

»Kleine Wohnung? Ich hatte doch ausdrücklich gesagt, ein Haus!«

»Ist eine kleine Wohnung denn nicht auch ein Haus? Und wenn nicht, was ist es denn dann? Etwa ein Zelt?«

»Nein, eine Wohnung ist kein Haus. Ihr Sizilianer stiftet ständig Verwirrung und nennt eine Wohnung Haus, während ich ein Haus meine, wenn ich Haus sage. Muss ich mich noch deutlicher ausdrücken? Du sollst eine Villetta für eine Familie suchen.«

In den Maklerbüros in Vigàta hatte man ihn ausgelacht.

»Und Sie erwarten, dass Sie heute, am 16. Juli, noch für Anfang August eine Villetta am Meer finden? Die sind doch alle längst vermietet!«

Man sagte ihm, er solle seine Telefonnummer dalassen: Falls zufällig irgendjemand im letzten Augenblick absage, würde man ihn benachrichtigen. Und das Wunder geschah genau zu dem Zeitpunkt, als er schon alle Hoffnung aufgegeben hatte.

»Hallo, Dottor Montalbano? Hier ist das Maklerbüro Aurora. Gerade ist eine Villetta, wie Sie sie suchen, frei geworden. Sie befindet sich in Marina di Montereale, Ortsteil Pizzo. Aber Sie müs
sten umgehend vorbeikommen, wir schließen nämlich gleich.«

Er hatte ein Verhör mittendrin abgebrochen und war davongestürzt. Auf den Fotos wirkte die Villetta genau so, wie Livia sie sich vorstellte. Mit Signor Callara, dem Inhaber des Maklerbüros, war er so verblieben, dass dieser am nächsten Morgen gegen neun bei ihm vorbeikommen und ihn abholen würde, damit er die Villetta besichtigen konnte, die in der Gegend von Montereale stand, keine zehn Kilometer von Marinella entfernt.

Montalbano dachte daran, dass zehn Kilometer Straße nach Montereale im Hochsommer sowohl fünf Minuten Autofahrt wie auch zwei Stunden bedeuten konnten, je nach Verkehr. Na, dann war’s eben so, Livia und Laura mussten sich mit dem zufriedengeben, was noch verfügbar war, friss, Vogel, oder stirb.

Kaum im Auto, fing Signor Callara an zu reden und hörte gar nicht mehr auf. Er begann bei der jüngsten Geschichte des Hauses, erzählte, wie und warum die Villetta an einen gewissen Jacolino vermietet worden war, einen Angestellten aus Cremona, der die reguläre Kaution bezahlt hatte. Doch genau am Abend zuvor hatte dieser Jacolino im Büro angerufen und gesagt, dass die Mutter seiner Frau einen Unfall hatte, weshalb sie nicht mehr von Cremona wegkonnten. Und daher habe man vom Maklerbüro aus ihn, Montalbano, angerufen.

Danach ging Signor Callara zur Vergangenheitsaufarbeitung über und erzählte in allen Einzelheiten, wie und warum die Villetta erbaut worden war. Ungefähr vor sechs Jahren hatte ein aus Montereale stammender Siebzigjähriger namens Angelo Speciale, der aber sein ganzes Leben in Deutschland gearbeitet hatte, sich entschlossen, diese Villetta für sich bauen zu lassen, um dort nach der Rückkehr in seinen Geburtsort mit seiner Frau den Lebensabend zu verbringen. Diese deutsche Frau, die Gudrun hieß, war vorher Witwe und hatte einen Sohn na
mens Ralf. Klar? Klar. Angelo Speciale, der in Begleitung seines Stiefsohns Ralf nach Montereale gekommen war, hatte einen ganzen Monat lang nach dem richtigen Bauplatz gesucht, ihn dann gefunden, ihn gekauft, sich vom Landvermesser Spitaleri den Bauplan ausarbeiten lassen und über ein Jahr darauf gewartet, dass der Bau fertig wurde. Ralf war immer bei ihm gewesen.

Anschließend waren sie nach Deutschland zurückgekehrt, um die Möbel und alles Übrige nach Montereale zu verfrachten. Doch dann hatte sich etwas Eigentümliches ereignet. Weil Angelo Speciale nicht gerne flog, reisten sie mit dem Zug. Als der in den Kölner Bahnhof einfuhr, suchte Signor Speciale jedoch vergeblich nach seinem Stiefsohn, der im Bett über ihm mitgereist war. Im Abteil befand sich zwar Ralfs Koffer, doch von ihm selbst keine Spur. Der Schlafwagenschaffner sagte, er habe ihn an den vorherigen Bahnhöfen nicht aussteigen sehen. Kurz gesagt: Ralf war verschwunden.

»Hat man ihn dann wiedergefunden?«

»Ach, woher denn, Dottore mio! Von dem jungen Mann hat man seitdem nie wieder etwas gehört.«

»Aber Signor Speciale ist dann doch dort eingezogen?«

»Nein, das ist ja das Verrückte! Dazu kam es gar nicht! Kaum einen Monat nach seiner Rückkehr nach Köln ist der arme Signor Speciale die Treppe runtergefallen, verletzte sich am Kopf und starb, der Unglückselige.«

»Und Signora Gudrun, die nun zweifache Witwe, hat die dann hier gewohnt?«

»Was sollte sie denn hier, die Arme, ohne Mann und ohne Sohn? Sie rief uns vor drei Jahren an und sagte uns, wir sollten die Villetta für sie vermieten. Und seit drei Jahren vermieten wir sie, allerdings nur im Sommer.«

»Und das restliche Jahr über nicht?«

»Zu abgeschieden, Dottore. Sie werden es ja selbst sehen.«

Es war wirklich abges
chieden. Man gelangte dorthin, indem man von der Provinzialstraße auf einen ansteigenden Weg abbog, an dem nur ein rustikales Häuschen, ein weiteres, noch rustikaleres Häuschen und am Ende schließlich die Villetta standen. Es war ein von der Sonne verbrannter Landstrich, auf dem es fast keine Bäume und Sträucher gab. Doch wenn man zur Villetta kam, die auf einer Art Anhöhe ziemlich weit oben stand, veränderte sich der Ausblick schlagartig. Welche Pracht! Unterhalb, rechts und links, lag der goldene Strand, auf dem vereinzelt ein paar Sonnenschirme aufgestellt...


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