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Elbleuchten

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Produktdetails

Titel: Elbleuchten
Autor/en: Miriam Georg

ISBN: 3499003449
EAN: 9783499003448
13. Auflage.
Mit 4-farbige Karte.
Rowohlt Taschenbuch

26. Januar 2021 - kartoniert - 640 Seiten

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DAS LEUCHTEN EINER NEUEN WELT

Lily Karsten ist Tochter einer der erfolgreichsten Reederfamilien Hamburgs. Sie lebt in einer Villa an der Bellevue und träumt von der Schriftstellerei. Und sie glaubt, dass sie ihren Verlobten Henry liebt.

An einem heißen Sommertag 1886 hält sie bei einer Schiffstaufe die Rede, als plötzlich eine Windbö ihren Hut in die Elbe weht. Ein Arbeiter soll ihn zurückholen - und gerät in einen grauenhaften Unfall.

Jo Bolten lebte als Kind im Elend des Altstädter Gängeviertels, jetzt arbeitet er im Hafen für Ludwig Oolkert, den mächtigsten Kaufmann der Stadt. Jo will bei den Karstens für seinen verletzten Freund um Hilfe bitten, aber er wird kaltherzig abgewiesen.

Lily will unbedingt helfen! Also nimmt Jo sie mit in seine Welt, in der der tägliche Kampf ums Überleben alles bestimmt. Mit eigenen Augen sieht Lily das Elend der Menschen und erkennt die Ungerechtigkeiten zwischen Männern und Frauen.

Bald kommen Lily und Jo sich näher. Doch eine Verbindung zwischen ihnen ist undenkbar. Und Jo hat ein Geheimnis, von dem Lily niemals erfahren darf ...

 Miriam Georg, geboren 1987, ist freiberufliche Korrektorin und Lektorin. Sie hat einen Studienabschluss in Europäischer Literatur sowie einen Master mit dem Schwerpunkt Native American Literature. Aus Liebe zu schönen Dingen betreibt sie außerdem ein Schmucklabel unter dem Namen Mina Gold. Wenn sie sich nicht auf einer ihrer Reisen befindet, lebt die Autorin mit ihrer gehörlosen kleinen Hündin Rosali und ihrer Büchersammlung in Berlin Neukölln.

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Glänzend geschrieben. Hamburger Abendblatt

Perfekter Serienauftakt, eine Zeitreise mit Drama und Herz. Für Sie

Ein guilty pleasure reading, wunderbar zum Wegsuchten wie eine Netflix-Serie. ( ) Eine tolle Geschichte mit einem Wahnsinns-Cliffhanger zum Glück erscheint der nächste Band! eat.READ.sleep NDR Podcast

Liefert neben einer fesselnden Story einen Einblick in die Probleme der damaligen Zeit, die gar nicht so weit weg sind, wie man denken mag. welt.de

Die ferne, untergegangene Stadt des Romans legt sich wie eine Folie unter die von heute ( ) Das Buch öffnet eine Tür in die Vergangenheit. Und es erzählt von einem Anfang auf allen Ebenen: der Frauenrechte, der Bildung, und vor allem der Medizin. NDR Radio 90,3

Ein eindringliches Buch voller Mut, Optimismus, Herzenswärme, Melancholie und Statdgeschichte. Ein Buch, mit dem man sich tagsüber vergräbt und alles liegenlässt und die Nächte durchlesen wird. Wochenblatt
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Verbotene Liebe - von manu63 - 30.05.2021 zu Miriam Georg „Elbleuchten“
Elbleuchten ist der erste Teil einer Dilogie der Autorin Miriam Georg. Lily Karsten, Tochter einer reichen Reederfamilie löst versehentlich eine Tragödie aus. Beim Versuch einer Wiedergutmachung trifft sie auf Jo Bolten, einem Hafenarbeiter der in einem Hamburger Elendsviertel aufgewachsen ist. Beide kommen sich näher und lösen somit weitere Tragödien aus. Die Autorin erzählt mit lebendigen Bildern die Geschichte rund um Lily und Jo. Dabei fängt sie gut die Entwicklung von Lily ein als diese sich von einer verwöhnten Tochter aus guten Haus zu einer selbst denkenden jungen Frau entwickelt. Dennoch schafft es Lily immer wieder ,diejenigen die sie liebt, in eine Katastrophe zu ziehen weil sie erst handelt und dann nachdenkt. Das gefiel mir an dieser Akteurin nicht so toll, gehört aber zu der Figur einfach dazu, um die Handlung weiter zu führen. Die Nebendarsteller unterstützen den Fortgang der Geschichte gut und als Leser hat man schnell seine Lieblinge und seine Hassfiguren. Gefangen in den Zwängen der Zeit muss sich Lily letztendlich dem Familienzwang beugen. Besonders interessant fand ich die Szenen im Elendsviertel und die Beschreibung der Zustände dort, für uns in der heutigen Zeit unvorstellbar aber in der damaligen Zeit wohl üblich.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Elbleuchten¿ - Miriam Georg - von Karola Dahl - 10.05.2021 zu Miriam Georg „Elbleuchten“
Dieser Roman hat mich auf vielfache Weise berührt. Es war auch eine Reise in meine eigene Stadt, immer auch mit prägenden und unvergesslichen Stationen in Wuppertal, der Heimatstadt von Friedrich Engels (1820¿1895), der Wirkungsstätte des katholischen Sozialreformers Adolph Kolping (1813 ¿ 1865), vieler Textil- und Metallwarenfabrikanten. Dieser persönliche Bezug ließ mich noch tiefer in diese Geschichte hier eintauchen, das Lebensgefühl dieser Zeit erwachte in mir und die Stadt Hamburg wurde vor meinem geistigen Auge so lebendig wie damals Wuppertal. Ich erinnere mich an vergleichbare Geschichten von menschenunwürdigen Lebensbedingungen vieler Handwerksgesellen, Weber, Bandwirker etc. im sozialgeschichtlichen Kontext vor der Frühindustrialisierung. Barmen und Elberfeld waren ebenso kommerzielle Mittelpunkte ¿ wenn auch ohne Hafen wie Hamburg, jedoch auch soziale Brennpunkte. Armut, Hunger, fehlende Hygiene und Wohnungsnot prägten den Alltag der Arbeiterklasse auch hier. Der Zugang zur höheren Bildung war ihnen verwehrt, sogar Kinder wurden als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Im weiteren Band ¿Elbstürme` würde ich vermuten, daß die anfangs bürgerlich demokratische Bewegung der Arbeiter in Hamburg zu wichtigen Veränderungen auch für Frauen und Mädchen führt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein Lesegenuss - von Stefanie_booksweetbook - 18.03.2021 zu Miriam Georg „Elbleuchten“
Mit Elbleuchten ist der Autorin Miriam Georg ein absolutes Lesehighlight gelungen. ich habe selten einen so gut recherchierten und mitreißenden historischen Roman gelesen. Ich bin absolut begeistert. Die Charakteren sind sehr authentisch dargestellt und beschrieben, dass ich sie alle vor Augen hatte. Aber nicht nur das, auch die Umgebung und die Stadt Hamburg waren so toll beschrieben. das war ganz großes Kino, großes Kopfkino. Ich habe Lilly sofort in mein Leserherz geschlossen. Sie ist so lebendig, lebensfroh und aufgeweckt, wenn doch auch leichtgläubig und naiv. Aber genau so stelle ich mir die jungen Frauen der damaligen Zeit vor. Sie hatten keine Rechte, mussten sich den Männern untergeben. dass sie da alles glaubten, was ihnen von ihren Eltern erzählt wurde, wundert nicht. aber Lilly hat das herz am rechten Fleck und durch den schlimmen Unfall lernt sie eine ihr unbekannte Welt kennen, die direkt vor ihren Füßen liegt, ihr jedoch bis dahin völlig unbekannt war. Ich fand ihre Entwicklung einfach toll. Ihre Neugierde, ihre Herzlichkeit und ihren Mut haben mich mitgerissen. Jo konnte mich ebenfalls begeistern, stellt er hier das gegenteilige Leben dieser Zeit dar. Es entsteht zwischen den beiden eine langsame und zarte Liebe, bei der ich selbst Herzklopfen bekommen habe. Er entführt Lilly in das dunkle und arme Hamburg und zeigt ihr wie die Menschen dort leben und ums überleben kämpfen. Ich war erschüttert und oft sehr mitgenommen über die Verhältnisse dieser Zeit und die Beschreibungen der Autorin haben nichts beschönigt. Das war sehr eindringlich und einprägend. Ich hatte während des Lesens viele Gefühlsregungen verspürt. Von lachen und schmunzeln, von erschüttert und wütend, bis hin zu bitteren Tränen, war alles dabei. Ein solcher Pageturner, den ich trotz der vielen Seiten nur so inhaliert habe. Ein absoluter Pageturner, der zu keiner Zeit langweilte und an Spannung verlor. Ich kann es kaum erwarten bis der zweite und damit auch letzte Band erscheint. Ich muss wissen wie es mit Lilly, Jo und den anderen weitergeht. Eine absolute Leseempfehlung für diesen großartigen historischen Roman.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Hamburg - eine Stadt voller Gegensätze - von leseratte1310 - 19.02.2021 zu Miriam Georg „Elbleuchten“
Lily Karsten ist die Tochter eines angesehenen Hamburger Reeders. Daher soll sie auch bei der Schiffstaufe dabei sein. Eine Windbö weht ihren Hut in die Elbe und ein Arbeiter muss ihn zurückholen. Doch es geschieht ein Unfall und er verliert seinen Fuß. Daher wird der Mann nicht mehr arbeiten können. Jo Bolten bittet bei den Karstens um Unterstützung für seinen Freund, wird aber abgewiesen. Nur Lily fühlt sich schuldig an dem, was passiert ist, und will helfen. Jo nimmt sie mit in das Altstädter Gängeviertel, wo Not und Elend herrscht. Lily erkennt, wie wenig sie vom Leben weiß. Sie erkennt die Ungerechtigkeit. Schon Bald kommen sich Lily und Jo näher, aber eine Verbindung zwischen ihnen darf es nicht geben. Ich liebe Hamburg und lese gerne Bücher, die dort spielen. Der Autorin gelingt es gut, die Unterschiede im damaligen Hamburg deutlich zu machen. Es gibt die erfolgreichen und angesehenen Kaufleute, Reeder usw., aber daneben gibt es auch großes Elend und den Kampf ums Überleben. Die Arbeit im Hafen ist lebensgefährlich und es gab weder ein Gesundheitssystem, noch eine Absicherung im Fall von Krankheit und Unfall. Doch langsam formiert sich Widerstand. Lily wächst sehr behütet auf, aber sie verhält sich doch immer wieder auch recht naiv. Sie ist Henry von Cappeln versprochen und stellt das auch nicht in Frage, im Gegenteil, sie glaubt sogar, dass sie ihn liebt. Mir war Lily sympathisch, vor allem, weil sie ein Herz für ihre Mitmenschen hat. Es war schön zu sehen, dass sich Lily im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Durch Jo lernt sie kennen, dass es noch anderes als ihr sorgloses Leben in der Villa an der Bellevue. Jo ist im Gängeviertel großgeworden. Er muss hart arbeiten, damit seine Familie überleben kann. Durch ihre Freundin, die Ärztin Emma, wird Lily in ihrem Denken beeinflusst, was ihrer Familie nicht gefällt. Der Autorin Miriam Georg ist es gelungen, mich mit ihrem packenden Schreibstil und ihrer interessanten Geschichte zu fesseln. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung "Elbstürme".
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Der Auftakt zu einer sehr lesenswerten Familiensaga - von Rebecca Kiwitz - 09.02.2021 zu Miriam Georg „Elbleuchten“
Lily Karsten lebt das behütete Leben einer Reederstochter in Hamburg. Sie träumt davon von der Schriftstellerei zu leben und sie glaubt ihren Verlobten Henry zu lieben. Als sie aber am Tag der Schiffstaufe ihren Hut verliert und ein Hafenarbeiter ihn zurückholen soll verletzt er sich schwer. Sein Freund Jo Bolten ist der Einzige der ihm hilft. Jo versucht bei der Familie Karsten Hilfe für seinen Freund zu erhalten und so lernt er Lily kennen. Durch ihre Bekanntschaft mit Jo erfährt Lily immer mehr über das Leben im Gängeviertel und auch Lily und Jo kommen sich immer näher bis sie etwas erfährt was sie wohl besser nicht erfahren hätte. Über dieses Buch wurde ich bei Instagram aufmerksam, da ich Historische Romane sehr gerne lese wusste ich recht schnell, dass ich das Buch lesen möchte. Auch die Autorin Miriam Georg kenne ich unter ihrem Pseudonym Mina Gold da ich 2020 einen Roman von ihr gelesen habe. Leider ist mir der Einstieg ins Buch sehr schwer gefallen und es aht sehr lange gedauert bis ich richtig in die Handlung eingetaucht war, aber dann kam ich sehr gut voran. Für mich persönlich waren es einfach zu viele Handlungsstränge, wenn ich richtig gezählt habe waren es ca. 13 Stück. Ja klar dadurch beleuchtet man die ganze Geschichte von allen Seiten aber gerade zu Beginn war es sehr verwirrend und obwohl mich die Geschichte sehr gereizt hat wurde ich immer sehr stark im Lesefluss gestört, deshalb war ich stark in Versuchung das Buch bei ca. der Hälfte abzubrechen aber dann war ich richtig drin und die Seiten flogen nur so dahin. Obwohl ich Probleme hatte die Figuren zuzuordnen konnte ich aber dem Handlungsverlauf immer sehr gut folgen und auch die getroffenen Entscheidungen auch nachvollziehen. Lily ist sehr behütet aufgewachsen heute würde man vielleicht auch Sagen etwas Weltfremd. Erst durch den Unfall lernt sie das "wahre" Leben kenne und durch ihre Freundin Emma kommt sie in Kreise die sich für die Rechte der Frauen einsetzen. Ihre Familie darf davon allerdings nichts Wissen. Franz, Lilys Bruder, ist auch nicht so ganz der für den er sich ausgibt und ganz ehrlich ich fand ihn einfach nur widerlich mit seinem Verhalten von der ersten bis zur letzten Seite. Jo ist ein Kind des Gängeviertels und musste sehr früh arbeiten gehen um seiner Mutter helfen zu können so wurde er zur rechten Hand Oolkens der seine eigenen Ziele verfolgt und sich Jo zu Nutze macht. Man weiß ja wie die Zeiten damals waren und ich kann Lily verstehen auch wenn sie an manches sehr Naiv herangeht. Ich persönlich fand den Spannungsbogen sehr gut gespannt und so war ich mir bis zum Schluss nicht so Sicher wie es ausgehen wird. Auch wenn es sehr viele Figuren waren die in diesem Roman vorgekommen sind, so waren doch alle mit so viel Liebe zum Detail beschrieben das man sie sich während des Lesens sehr gut vorstellen konnte. Auch die völlig unterschiedlichen Handlungsorte konnte man sich anhand der sehr genauen Ortsbeschreibungen vor dem inneren Auge entstehen lassen. Auch wenn der Anfang etwas holprig war bis ich richtig in der Geschichte drin war hat mich das Buch vollständig überzeugen können und ja ich bin wirklich sehr neugierig was im nächsten Band passieren wird und wie es Lily ergangen ist. Sehr gerne vergebe ich für den Roman alle fünf Sterne.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eine grandiose Familiensaga - von Yvonne von lesehungrig - 02.02.2021 zu Miriam Georg „Elbleuchten“
Alle bisher errungenen Rechte für Frauen sind ein kostbarer Schatz und wir haben noch lange nicht das Ende erreicht. Ich lese normalerweise nichts Historisches und ungern Bücher mit mehr als 500 Seiten. Doch bei dieser Autorin habe ich eine Ausnahme gemacht, weil mir ihr Schreibstil prima gefällt. Um was es geht: 1886 - die Welten von Lily und Jo treffen aufeinander und lösen in Lily erdrutschartige Entwicklungen aus, denen ich gespannt folge. Was mich entflammt: Der Schreibstil ist bildhaft und leidenschaftlich und Georg lässt mich den auktorialen Erzähler vergessen, der immer wieder in den Seiten auftaucht und den ich sonst vehement ablehne. Das Sprachbild spiegelt an einigen Stellen die Zeit des 19. Jahrhunderts wieder, was den Lesegenuss noch authentischer macht. Georg zieht mich blitzschnell in die Story hinein und ich finde mich im 19. Jahrhundert wieder, das mich an vielen Stellen erschüttert. Was für eine raue und gnadenlos kalte Zeit. Eine Frau im 19. Jahrhundert hatte keine Stimme und diente dem Mann lediglich als Mutter seiner Kinder und als hübsches Beiwerk an seiner Seite. Damit hatte sie ihren Zweck schon erfüllt. Und der unüberwindbare Graben zwischen Arm und Reich wurde mit Eiseskälte und Gleichgültigkeit gefüllt. Selbst heute bringt es Verwicklungen mit sich, wenn sich Arm und Reich verbinden, aber früher hatte das grausame Folgen: Diese reichten von Ächtung und Ausgrenzung bis hin zu Gefängnisstrafen, an deren Ende oft der Tod stand. Was für eine gelungene Umsetzung: Georg schreibt verflixt glaubwürdig, was Beleg für eine herausragende Recherchearbeit ist. Mit viel Feingefühl vermittelt sie mir ein Bild von den Figuren und es berührt mich tief, zu erleben, wie sich Lilys Schleier, der von Geburt an von der Gesellschaft über sie gelegt wurde, lichtet, Stück für Stück. Mit dem heutigen Wissen möchte ich nicht für eine Milliarde Euro eine Reise in diese Zeit unternehmen. Die Dogmen und die Macht, die die Männer lebten und zu ihren Gunsten ausnutzten, ist kaum zu ertragen. Elbleuchten fasziniert mich von der ersten Seite an und ich sause in einem Tempo durch das Buch, das mich fast schwindelig werden lässt. Die Spannungsbögen sind perfekt ausgearbeitet und raffiniert in die Story eingewoben. Hier lautet die Devise: Rechne immer mit dem Unvorhersehbaren. Die Geschichte bietet mir ganz großes Kino und ich würde die Reihe unglaublich gerne verfilmt sehen. Solche Gedanken habe ich nicht oft beim Lesen und sie bestätigen mir die herausragende Qualität des Stoffs. Die Säulen der Geschichte sind die ergreifenden Figuren: Lily Karsten ist die Tochter einer der erfolgreichsten Reederfamilien Hamburgs. Sie glaubt anfänglich, der Sinn ihres Lebens bestünde darin, zu heiraten, Kinder zu bekommen und eine gefällige Ehefrau zu sein. Doch tief in ihrem Inneren möchte sie Schriftstellerin werden. Lily ist burschikos, entschlossen, mutig, stur, intelligent und dabei neugierig auf die Welt. Die oberste Regel ihres konservativen Elternhauses lautet: "Schade nie dem Ruf der Familie." Diesem Grundsatz wird alles untergeordnet. Die Familie hütet ein dunkles Geheimnis, das mich unendlich traurig macht. Lily hat zwei Brüder, von denen ich einen sofort ins Herz schließe und den anderen am liebsten in die damalige nicht vorhandene Kanalisation spülen möchte. Jo Bolton arbeitet im Hafen für Ludwig Oolkert. Dieser ist der mächtigste Kaufmann der Stadt und Rivale der Karstens. Jo kommt aus dem Gängeviertel und gehört der untersten Bevölkerungsschicht an. Dabei darf er sich glücklich schätzen, weil er einen Job hat und so seine Mutter finanziell unterstützen kann. Sein Charakter fasziniert mich vom ersten Augenblick an. Jo ist ein Mann, dem das Leben nichts geschenkt hat, und trotzdem hadert er nicht mit seinem Schicksal, obwohl er jeden Grund dazu hätte. Mein Fazit: "Elbleuchten" führt mir intensiv das ergreifende Schicksal einer jungen Frau und eines jungen Mannes aus dem 19. Jahrhundert vor Augen. Ich darf tief in die Charaktere und ihre Entwicklung eintauchen und inhaliere jedes Wort. Die Spannung ist an manchen Stellen kaum auszuhalten. Themen wie fehlender Arbeits- und Krankenschutz, die Stellung der Frau in der Gesellschaft, Missbrauch, der Umgang mit Angestellten, behinderten Menschen und Krankheiten, die man heute im Griff hat, die aber damals tausenden das Leben gekostet haben, führen mir vor Augen, mit welchen Kostbarkeiten wir heute aufwachsen dürfen, die für uns längst zur Selbstverständlichkeit verkommen sind. Das Buch lehrt mich Demut und nein, wir haben es heute bestimmt nicht extra schwer, auch wenn einige davon überzeugt sind. Dieses Buch lege ich jedem ans Herz, der leidenschaftlich gerne intensive Lovestorys vor historischem Hintergrund liest und auf Authentizität und Spannung wert legt. Und jedem, der sonst wie ich dieses Genre meidet, lege ich es ebenfalls ans Leseherz. Das Buch hat jede Chance verdient, gelesen zu werden; jedes Wort. Und jetzt kann ich es kaum erwarten, bis der Folgeband "Elbstürme" erscheint. Von mir erhält "Elbleuchten" 5 grandiose Sterne von 5 und eine unbedingte und absolute Leseempfehlung.
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